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27.06.2003 - 

Die Chipkrise setzt sich fort

Micron rutscht tiefer ins Minus

MÜNCHEN (CW) - Beim US-amerikanischen Chiphersteller Micron Technologies haben sich die Nettoverluste ausgeweitet. Auch Geräte für die Chipherstellung verkaufen sich weiterhin nur schleppend.

Der US-amerikanische Markt für Chipausrüstung hat sich im Mai immer noch nicht erholen können. Gegenüber dem direkten Vormonat sank der Auftragseingang um ein Prozent auf 751 Millionen Dollar. Im Mai 2002 hatten sich die Umsätze auf etwa 1,1 Milliarden Dollar belaufen, berichtet der Branchenverband Semiconductor Equipment and Materials International (Semi). Erst kürzlich hatte die Semiconductor Industry Association (Sia) ihre Wachstumsprognosen für den Halbleitermarkt 2003 halbiert.

Auch Micron Technology, zweitgrößter Chiphersteller der Welt und Wettbewerber der Münchner Infineon AG, kann sich nicht von der schwachen Konjunktur abkoppeln. Im dritten Fiskalquartal, das bis Ende Mai lief, verzeichnete der Konzern einen Nettoverlust von 215 Millionen Dollar. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte sich das Minus auf 24 Millionen Dollar belaufen. Damit schloss Micron das zehnte Quartal in Folge mit Verlusten ab. Presseberichten zufolge hat die Company 19 ihrer letzten 24 Berichtszeiträume mit roten Zahlen beendet.

Der Umsatz des Unternehmens fiel gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 733 Millionen Dollar, gegenüber dem direkten Vorquartal bedeutet dies einen Rückgang um 6,7 Prozent. Immerhin traf Micron damit die Prognosen der Wallstreet, beim Verlust schnitt das Unternehmen sogar besser als erwartet ab. Zwar konnte Micron seine Produktion steigern, dies wurde durch den Preisverfall bei Speicherchips jedoch wieder kompensiert. Allerdings gebe es seit einigen Wochen Anzeichen für eine Stabilisierung der Nachfrage und der Preise, berichtete der Konzern.

Die Bruttomarge von Micron fiel von knapp 22 Prozent auf unter zehn Prozent. Rund einer Milliarde Dollar in kurzfristig verfügbaren Mitteln stehen inzwischen Schulden von 1,1 Milliarden Dollar gegenüber. Als Folge senkte die Standards & Poors die Kreditwürdigkeit der Company, während UBS die Kaufempfehlung der Aktie von "Reduzieren" auf "Neutral" heraufstufte. (ajf)