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29.10.2007

Microsoft ändert ERP-Wartung

Auf der Konferenz "Convergence" hat Microsoft ein zehnjähriges Wartungsfenster für aktuelle und künftige ERP-Releases vorgestellt. Zudem versprach die Firma Kunden und Partnern eine klarere Release-Politik.

Bisher bot Microsoft fünf Jahre Standardsupport für Geschäftsapplikationen an. Kunden können künftig gegen höhere Gebühr fünf weitere Jahre "Extended Support" beziehen. Über kundenspezifische Verträge lässt sich die Wartung über diese zehn Jahre hinaus ausdehnen. Über die Konditionen der verschiedenen Wartungsangebote machte Microsoft keine Aussagen. Ohnehin liegt es im Ermessen des jeweiligen Partners, welche Gebühren der Kunde zu zahlen hat, verlautete von Seiten des Softwarekonzerns.

Die neue Wartungspolitik ist eine der ersten Amtshandlungen von Kirill Tatarinov, der seit rund drei Monaten die Sparte Microsoft Business Solutions (MBS) leitet. Das auf zehn Jahre ausgelegte Wartungskonzept soll Kunden mehr Planungssicherheit bieten. Es gilt jedoch nur für die aktuellen Produkte, beispielsweise Dynamics NAV 5.0 und Dynamics AX 4.0. Viele Anwender nutzen jedoch ältere Versionen, beispielsweise NAV 3.7 oder 4.0, mitunter sogar 2.6. Für sie gelten die nun auf der ERP-Konferenz Convergence in Kopenhagen vorgestellten Supportregeln erst, wenn sie auf die aktuelle Software umsteigen. Wer dennoch mit der bestehenden Installation weiterarbeiten will, kann eine kundenspezifische Wartungsvereinbarung beantragen, die dann aber noch teurer wird. Somit erhöht Microsoft den Druck auf die Kunden, möglichst bald auf aktuelle Programmversionen umzusteigen.

Optionen auf Wartungsverlängerung bieten andere ERP-Anbieter schon länger. SAP beispielsweise hatte im Jahr 2004 ein Konzept vorgestellt, das ebenfalls eine Standardwartung von fünf Jahren vorsieht, die der Kunde zweimal jeweils gegen Aufpreis verlängern kann. Und auch eine kundenspezifische Betreuung bietet SAP an. Andere Anbieter wie Infor dagegen versichern, sie würden auch die Altprodukte zu den gleichen Konditionen pflegen wie die aktuellen und somit keinen Upgrade-Druck erzeugen.

Softwarefirmen wollen die Zahl der von ihnen zu pflegenden Software-Releases reduzieren, um die internen Kosten zu senken. Zudem sind nur die Nutzer der moderneren Produkte potenzielle Abnehmer von Zusatzlösungen. Doch wenn die Hersteller die technische Plattform austauschen, benötigen die Anwender mehr Zeit für den Umstieg.

Microsoft verspricht nicht nur Klarheit bei der Wartung, sondern auch bei der Release-Politik. . Bisher hatte sich der Konzern nicht auf einen festen Zeitplan festgelegt. Bisher hatte sich der Konzern nicht auf einen festen Zeitplan festgelegt. Künftig soll alle zwei Jahre eine neue Version auf den Markt kommen – vorausgesetzt, der Softwareanbieter bleibt bei der Entwicklung im Zeitplan, was bekanntlich – siehe Windows Vista - selten der Fall ist. Doch auch bei den ERP-Produkten gelingt es dem Softwarehaus offenbar nicht, angekündigte Termine einzuhalten. Das nächste Release des Produkts Dynamics NAV sollte eigentlich Ende 2007 erscheinen, wird nun aber wohl erst Ende 2008 zur Verfügung stehen, und dann auch nicht mehr die Versionsnummer 5.1, sondern 6.0 tragen (siehe auch "Microsoft ändert Produktfahrplan für Dynamics NAV"). Da Microsoft die Applikation sowohl im Backend als auch am Frontend verändert, benötigen Partnerfirmen mehr Zeit, ihre Branchenlösungen auf die neue Architektur anzupassen. Etwa in diesem Zeitraum soll auch Entrepreneur 2008 erscheinen. Das ist ein auf NAV-Technik basierendes ERP-Produkt für kleine Firmen. Weltweit wird es aber erst 2009 zur Verfügung stehen.

Laut Tatarinov wird Microsoft künftig 18 Monate vor Freigabe einer neuen Programmversion sowohl Kunden als auch Partner über die neuen Funktionen informieren, um Überraschungen zu vermeiden. (fn)

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