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01.10.1999 - 

Server-Farmen mit Windows 2000 verwalten

Microsoft ändert seine Cluster-Strategie

FRAMINGHAM (IDG) - Angesichts der Ausbreitung von Web-Applikations-Servern hat sich Microsoft zu einer Erweiterung der Cluster-Strategie in Windows 2000 entschlossen. Statt den bislang geplanten Vier-Knoten-Clustern sollen ganze Farmen unterstützt werden - allerdings durch einen separaten Back-Office-Server.

Um Datenverluste durch Hardware-Ausfälle von NT-Servern zu verringern, boten die Redmonder bis Jahresbeginn nur die Failover-Lösung "Microsoft Cluster Server" (MSCS, Codename "Wolfpack 1") für zwei Knoten an. Im vergangenen Februar folgte dann der "Windows Load Balancing Service" (WLBS, Codename "Wolfpack 2"). Der nächste große Schritt in dieser Hinsicht war mit Windows 2000 geplant. Vier Varianten des Betriebssystems sollen auf den Markt kommen, von denen die Backend-Version "Windows 2000 Data Center" für Vier-Knoten-Cluster ausgelegt ist.

Daß diese Kapazität im Zeitalter wachsender Installationen von E-Commerce-Servern nicht ausreichen wird, hat Microsoft jetzt zum Umdenken bewegt. Überlegt wird, die Cluster-Mechanismen in einen separaten "Appcenter Server" auszulagern, um so ganze Server-Farmen mit COM+-Applikationen überwachen zu können. Bestandteil des Appcenter wird neben Management-, Monitoring- und Replikations-Tools auch ein Dienst für Component Load Balancing (CLB) sein, der ursprünglich als Teil von Windows 2000 geplant war.

Bei den CLB-Services handelt es sich um eine Art Router-Funktion, die COM+-Objekte über mehrere Server verteilt. Die darin integrierten Mechanismen überprüfen Antwortzeiten und sollen sicherstellen, daß ein angefragtes Objekt möglichst schnell zur Verfügung steht.

Vereinzelt behaupten Kritiker jetzt, Microsoft habe diese in der Entwicklung problematischen Techniken bewußt aus Windows 2000 herausgenommen, da sie zu einer verzögerten Auslieferung des Betriebssystems geführt hätten - Appcenter soll voraussichtlich Mitte nächsten Jahres zur Verfügung stehen. Dagegen halten jedoch positive Stimmen, daß die Ausgliederung der Cluster-Services durchaus Sinn gebe, zumal damit die Überwachung großer Data-Center-Umgebungen von einer zentralen Konsole aus möglich wird.