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Französische Tochter zu Schadensersatz verurteilt


17.05.2002 - 

Microsoft als Softwarepirat?

MÜNCHEN (CW) - Wenn es um Softwarepiraterie geht, stellt sich Microsoft gerne als Vorkämpfer für den Schutz geistigen Eigentums dar. Nun steht der Konzern selbst am Pranger.

Bereits im September 2001 verurteilte ein Gericht in Nanterre die französische Microsoft-Tochter zu einer Schadensersatzzahlung von drei Millionen Francs wegen Softwarepiraterie. Nach den Terroranschlägen vom 11. September war der Fall von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt geblieben.

Geklagt hatten Raymond Perrin und Isabelle Cuadros, die Ende der 80er Jahre mit der Firma Syn''x Relief Software zur 3D-Bearbeitung von animierten Bildern patentieren ließen. Streitobjekt war das vom 3D-Grafikspezialisten Softimage entwickelte Microsoft-API-Toolkit (Application Programming Interface) "Softimage3D". Bis 1995 kooperierten Syn''x Relief und die damals 100-prozentige Microsoft-Tochter Softimage.

Nach der Trennung von Syn''x Relief hatte Softimage einige patentierte Techniken weiterverwendet und war deswegen schon einmal verklagt worden. 1996 ging Syn''x Relief bankrott, was der Firmengründer Perrin auf unfaire Geschäftspraktiken von Microsoft und Softimage zurückführt. Microsoft Frankreich hat gegen das Urteil Berufung eingelegt. (wh)