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05.02.1988 - 

Nicht nur Erweiterungen für LAN Manager vorgesehen:

Microsoft bastelt bereits an OS/2-Nachfolger

MÜNCHEN(CW) - Eine OS/2-Version für den 80386, als" OS/3" in die Schlagzeilen geraten, hat die Microsoft Corp. in Entwicklung. Die von dem Softwarehaus als OS/2-386 bezeichnete Version soll entgegen bisheriger Meldungen erst im Laufe des nächsten Jahres auf den Markt kommen. Geplant sind ferner Erweiterungen für den LAN Manager.

Das im Entwurfsstadium befindliche Betriebssystem mache nicht nur Gebrauch vom Demand-Paging-Verfahren des 80386, um die 16-MB-Fesseln von OS/2 zu sprengen, sondern unterstütze auch mehrere Prozessoren sowie ein erweitertes "intelligentes" Filesystem, schreibt der Londoner Informationsdienst Computergram International. Microsoft zufolge bietet es darüber hinaus Support für den Instruktionssatz des 80386 sowie einen virtuellen 8086-Modus, in dem der 386 mehrere logische 8088- oder 8086-Prozessoren im System verwalten kann. Auf diese Weise wollen die Entwickler ihre Windows/386-Technik mit der gegenwärtigen OS/2-Technik verheiraten, um daraus OS/2-386 zu bilden. Da der 386 einen wesentlich größeren Adreßraum unterstützt, erhalte der Anwender mit dem neuen Betriebssystem Zugriff auf 4 GB realen und 64 Terabyte virtuellen Speicher.

In den Vereinigten Staaten gaben Microsoft-Manager anläßlich eines System-Software-Seminars Auskunft über geplante Erweiterungen für OS/2 und den LAN Manager. An neuen Funktionen für OS/2 kämen die Unterstützung mehrerer Prozessoren, ein intelligentes Filesystem sowie verbessertes Speichermanagement bei 386-Rechnern hinzu. Bill Gates zufolge benötige OS/2 ein derartiges Filesystem, damit aus der Systemsoftware ein erfolgreiches Server-Betriebssystem werde.

Ebenfalls heiß diskutiert wurde während dieser Veranstaltung eine 386-Version von OS/2, deren wesentliche Verbesserung laut Microsoft die direkte Adressierung des Speichers auf dem Chip ist.

Zu den geplanten Erweiterungen für den LAN Manager zahlen die Unterstützung verschiedener Protokolle, darunter X.400 (E-Mail), X.500 (Directory Services) und TP 4 (Transportebene), die Bestandteile des OSI-Standards sind, sowie Support für IBMs APPC (Advanced Program to Program Communications Interface) und TCP/IP. Ferner werde den LAN-Anwendern eine Reihe von Mainframe-Sessions via Gateways verfügbar gemacht, so der Microsoft-Manager Steve Ballmer. Angekündigt hat das Unternehmen auch Unterstützung für IBMs SNA Distribution Services Protocols und den EDI-Standard (Electronic Document Interchange).

Ballmer zufolge erwägt das Softwarehaus außerdem, das Netzwerk-Management-System Netview des Marktführers zu unterstützen. Erweiterungen sind zudem für den kürzlich angekündigten SQL-Server vorgesehen, einschließlich der Unterstützung für Unix. Letztendlich wolle Microsoft mit diesem Produkt auch den Zugriff auf Großrechner-Datenbanken ermöglichen. Um die Kompatibilität mit IBM-Datenbanken sicherzustellen, unterstütze der Server IBMs Implementation von SQL und nicht den ANSI-Standard, sagte Ballmer.