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12.07.2006

"Microsoft bietet nur halbe Sicherheit"

McAfee-CEO George Samenuk hat vor der Konkurrenz keine Angst.

Der Antivirenspezialist McAfee will seine Präsenz im Security-Markt ausbauen. Etablierte Konkurrenten wie Symantec oder neue Rivalen wie Microsoft brauche das Unternehmen dabei nicht zu fürchten, glaubt McAfees Chief Executive Officer Samenuk. Gegenüber den Redmondern sieht der Manager als Vorteil, dass deren Produktpalette nicht vollständig sei: "Unser Angebot besteht aus voll integrierten Lösungen, die komplette Sicherheit verschaffen, keine halbe." Nach Ansicht von Samenuk bietet der Konkurrent keine adäquaten Schutzmaßnahmen gegen Spam und Phishing.

Zwar räumt Samenuk ein, sich wegen Microsoft Gedanken zu machen, er vertraut jedoch darauf, dass das umfassende Lösungsangebot für Konsumenten, kleine Firmen und Großunternehmen eine wesentliche Differenzierung gegenüber der Gates-Company darstellt: "Gewiss, einige unwissende Anwender werden sich für Microsoft entscheiden, ernsthaften Computer- und Internet-Benutzern ist jedoch klar, dass sie einen umfassenden Schutz benötigen." Er sei sich auch nicht sicher, ob Unternehmen oder Regierungsstellen einem Hersteller vertrauen, der jeden Monat neue Schwachstellen in seinen Produkten veröffentlichen muss, setzt der McAfee-Boss nach.

Auch gegenüber der Konkurrenz von Symantec sieht sich der Manager gut gerüstet: Zehn aufeinander folgende Quartale sei McAfee im Privatkundenmarkt stärker gewachsen. Entscheidend hierfür sei gewesen, dass McAfee vor vier Jahren beschlossen hat, diese Klientel nicht über den Einzelhandel, sondern über die Service-Provider anzusprechen. Diese Strategie sei erfolgreich gewesen.

Schneller als Symantec

Symantec habe zwar seine neue Privatkundenlösung "Norton 360" angekündigt, die umfassende Sicherheit mit Services verbindet, diese werde jedoch erst im nächsten Jahr zur Verfügung stehen. McAfee hingegen werde "im nächsten Monat" eine entsprechende Lösung auf den Markt bringen. Die Kombination aus Sicherheitssoftware und Services war Ende Mai unter dem Namen "Falcon" der Öffentlichkeit vorgestellt worden.

Fehler räumt Samenuk hinsichtlich der langfristigen Marketing-Strategie seines Unternehmens ein. Es sei falsch gewesen, den etablierten Namen "McAfee" zugunsten von Network Associates aufzugeben. Diesen Irrtum habe er durch die Rückbenennung jedoch inzwischen korrigiert. Jetzt werde die Marke durch die Verwendung des Namens McAfee bei allen Produkten wieder aufgebaut. Diese Strategie habe sich in den letzten Jahren bereits positiv auf das Geschäft ausgewirkt: "Im letzten Jahr stieg unser Umsatz um 22 Prozent."

Samenuk hat sich ehrgeizige Ziele gesteckt. Derzeit sei sein Unternehmen 90 Millionen Menschen ein Begriff. Er wünscht sich jedoch, dass "die 700 Millionen, die das Internet heute benutzen, und die eine Milliarde Menschen, die es in zwei Jahren benutzen werden, automatisch an McAfee denken werden, wenn sie das Wort Sicherheit hören". (ave)