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10.04.2007

Microsoft bringt Server-Lizenzen für Vista

Ein Zugriff über Terminal-Server oder Virtualisierungstechnik wird möglich.

Microsoft hat die Lizenzbestimmungen der "Enterprise Edition" des neuen Betriebssystems Windows Vista erweitert. Dadurch lässt sich künftig Vista auch mit Rechnern (Diskless PCs oder Thin Clients) nutzen, auf denen das Betriebssystem nicht installiert ist. Stattdessen befindet sich das System auf einem zentralen Server und kann bei Bedarf von den Clients über einen Terminal-Server (Citrix oder Microsoft Terminal Server) angefordert werden, die nur zur Darstellung und Nutzereingabe dienen. Alternativ lassen sich beliebig viele Instanzen von Vista auch in "Virtual Machines" auf dem Server betreiben und von einem "Diskless PC" aus nutzen, wozu das Betriebssystem jeweils neu gebootet wird. Der Unterschied: Die Speicherung übernimmt der Server, die Programmausführung, Darstellung und Nutzereingaben der Client.

Die neuen Lizenzoptionen richten sich laut Microsoft an Großunternehmen, die das Desktop-Betriebssystem in Umgebungen mit erhöhten Sicherheitsanforderungen einsetzen und über ihr Rechenzentrum zentral und damit einfacher verwalten wollen. Vor allem Finanzdienstleister und Behörden hätten nach solchen Lösungen gefragt.

Zusatzkosten für virtuelles Vista

Laut Bastian Braun, Senior Product Manager Windows Clients bei Microsoft Deutschland, können Unternehmen, die Windows Vista Enterprise bereits im Rahmen der "Software Assurance" in Lizenz genommen haben, seit Anfang April das Angebot über die Option "Diskless PC and remote boot" ohne Zusatzkosten nutzen. Damit ließen sich beliebig viele Kopien von Windows Vista Enterprise auf einem Server virtualisieren. Allerdings dürfen im Betrieb nur vier Instanzen gleichzeitig angesprochen werden. Ansonsten fallen zusätzliche Jahresgebühren an, die Microsoft unter dem Namen "Windows Vista Enterprise Centralized Desktop" (WVECD) erhebt. Deren Höhe bestimmt sich nach der Hardwarekonfiguration und den Benutzerzahlen.

Der Weg zur Lizenz im Einzelnen: Das Unternehmen kauft einen OEM-Rechner mit Windows Vista Business und schließt 90 Tage nach Kauf einen Volumenlizenzvertrag mit Microsoft ab (Software Assurance). Weitere Volumenlizenzverträge wie "Select L & SA" (License & Software Assurance) sind jederzeit möglich. Danach kann der Kunde für seine Rechner gegen eine zusätzliche Jahresgebühr die "WVECD for PC Subscription" oder ab Juli 2007 alternativ auch für Thin Clients die Variante "WVECD for Terminals" erstehen. Die Kosten für beide Lizenzversionen sind laut Manager Braun unter dem Strich gleich.

Bereits zuvor hatte Microsoft unter der Bezeichnung "Terminal Services" ein Lizenzmodell für Thin Clients im Angebot. Laut Hersteller verspricht WVECD aber eine vollwertigere Vista-Nutzung, da in herkömmlichen Thin-Client-Szenarien manche Funktionen nicht verfügbar sind, um die Installation und die Verwaltung zu vereinfachen. Speziell für das Management virtueller Vista-Instanzen will Microsoft im Lauf des Jahres das Tool "System Center Virtual Machine Manager" auf den Markt bringen. (as)