Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

02.04.2007

Microsoft buhlt um Doubleclick

Die Übernahme des Online-Vermarkters soll das Werbegeschäft beflügeln.

Doubleclick, Vermarkter von Werbung im Internet, steht zum Verkauf. Presseberichten zufolge verhandelt das privat geführte Unternehmen, das mehrheitlich im Besitz der Beteiligungsgesellschaft Hellmann & Friedman ist, mit Microsoft, Google, Yahoo und AOL. Microsoft soll bereits zwei Milliarden Dollar geboten haben. Allerdings nimmt das Unternehmen bislang kei- ne Stellung zu der angeblichen Offerte.

Schwache Bilanz

Nach einhelliger Meinung von Marktbeobachtern würde Microsoft den größten Nutzen aus einer Übernahme ziehen. Der Konzern versucht seit geraumer Zeit, im boomenden Geschäft mit Online-Werbung zu Google und Yahoo aufzuschließen. Doch bisher war die Ausbeute mager: Trotz einer Umsatzsteigerung im letzten Quartal (Ende: 31.Dezember 2006) von 20 Prozent auf 462 Millionen Dollar schlugen am Ende 155 Millionen Dollar Verlust zu Buche. Die Einnahmen stammen zudem in erster Linie aus der traditionellen Bannerwerbung auf eigenen Websites, während Google und Yahoo seit langem wesentlich erfolgreicher Suchergebnissen mit Werbung kombinieren.

In den letzten Monaten hatte Microsoft sein Engagement verstärkt und seinen Online-Vertrieb neu organisiert. Hinzu kam mit "Microsoft Adcenter" ein System für die Vermarktung von Suchmaschineneinträgen, wie es Google mit "Adwords" oder Yahoo mit "Search Marketing" (vormals "Overture") seit längerem betreiben. Allerdings verliert Microsofts eigene Suchtechnik seit mehreren Quartalen an Reichweite gegenüber der Konkurrenz. Die Übernahme von Doubleclick könnte dem Online-Geschäft nun wichtige Impulse geben. So verfügt die New Yorker Werbefirma über Dienste, um kundenspezifische Werbung in Websites oder Suchmaschinen zu platzieren. Vor allem aber brächte Doubleclick zahlreiche Werbekunden und Wissen über Online-Marketing mit in die Ehe. Rund 300 Millionen Dollar wird das Unternehmen laut "Wall Street Journal" dieses Jahr einnehmen. Mit dem Kauf von Doubleclick würde Microsoft aber auch eingestehen, nicht mehr aus eigener Kraft zur Konkurrenz aufschließen zu können, sondern sich Märkte und Kunden kaufen zu müssen. (as)