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08.06.2001 - 

Sibold sieht Defizite

Microsoft buhlt um Linux-Entwickler

MÜNCHEN (CW) - Was Kurt Sibold, designierter Chef von Microsoft Deutschland, jüngst vor Pressevertretern verkündete, dürfte die Open-Source-Gemeinde freuen: "Linux spielt hier eine dominante Rolle und ist sehr viel stärker als in den USA - das mussten wir den Amerikanern klarmachen", räumte der ehemalige Hewlett-Packard-Manager ein.

"Wegen des 90-prozentigen Marktanteils im PC-Geschäft waren wir uns unserer Sache vielleicht zu sicher - aber die Entwickler beschäftigen sich mit Linux und nicht mit Microsoft." In Deutschland verwendeten insbesondere kleine und mittlere Unternehmen das von Linus Torvalds initiierte Betriebssystem.

Um das zu ändern und den Anteil im Markt für Server-Betriebssysteme zu erhöhen, wolle man sich künftig verstärkt um die rund 200000 deutschen Programmierer bemühen. Bislang habe Microsoft nicht ausreichend um diese Klientel geworben. Im Rahmen einer Umstrukturierung hatte Sibold bereits im April eine Developer Group (DG) unter der Leitung von Walter Seemayer eingerichtet. Die Verfügbarkeit und Motivation der Entwickler bezeichnet er als "kriegsentscheidend".

Einen Seitenhieb auf die Konkurrenten aus dem Linux-Lager konnte sich der Manager dennoch nicht verkneifen. Hinter dem Open-Source-Betriebssystem stecke im Grunde gar kein Geschäftsmodell; das mache die Sache schwierig.