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23.11.2004

Microsoft-Chef Ballmer droht Linux-Anwendern

Die Behauptung, Linux verletze Patente, soll Open-Source-Interessenten verunsichern.

Mit dem Hinweis auf angebliche patentrechtliche Risiken will Microsoft Anwender von Linux und Open-Source-Software abhalten. Auf einer Konferenz asiatischer Regierungen in Singapur ging Microsoft-Chef Steve Ballmer in die Offensive: "Linux verletzt mehr als 228 Patente." Anscheinend bezog er sich dabei auf einen Bericht des Unternehmens Open Source Risk Management. Das hatte im Sommer dieses Jahres von 287 Patenten im Linux-Kernel geschrieben, um für eine Versicherung gegen patentrechtliche Klagen zu werben. Das Unternehmen hatte aber nicht behauptet, dass tatsächlich Patente verletzt worden seien; in keinem Fall gebe es bisher gerichtliche Verfahren.

"Eines Tages wird jemand an alle Länder in der Welthandelsorganisation herantreten und Patentgebühren für geistiges Eigentum einfordern", drohte Ballmer den Regierungsvertretern. "Also sind die Lizenzkosten für Linux weniger klar, als die Leute annehmen." Trotzdem stellt Singapurs Verteidigungsministerium 20 000 PCs aus Kostengründen von Windows auf Linux und Open-Source-Software um. Und auf Regierungsinitiative hin entwickeln China, Japan und Südkorea Anwendungen für Linux.

Das Industriebündnis Open Source Development Labs (OSDL) hat die Behauptungen von Ballmer zurückgewiesen. Wer derlei erkläre, möge den Beweis antreten. OSDL-Chef Stuart Cohen erklärte: "In den letzten 18 Monaten haben eine Hand voll Unternehmen und Personen argumentiert, Linux könne Softwarepatente verletzen. Interessanterweise hat keiner von denen erklärt, welche Patente das sein sollen." (ls)