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19.07.2002 - 

Software kann im ASP-Verfahren bezogen werden

Microsoft-CRM für den Mittelstand

MOUNTAIN VIEW (IDG) - Microsoft hat erste Details zur geplanten Web-basierenden CRM (Customer-Relationship-Management)-Suite vorgestellt, die im Lauf des Jahres auf den Markt kommen soll. Mit der .NET-Anwendung wollen die Redmonder vor allem Unternehmen mittlerer Größen adressieren.

Der Softwareriese will sein CRM-Produkt in Nordamerika noch in diesem Jahres ausliefern. Für Unternehmen mit 25 bis 500 Mitarbeitern biete die Lösung eine Möglichkeit, Web-basierend die Personalwirtschaft, Supply-Chain-Verwaltung oder auch das Kunden-Management zu erledigen, so Microsoft. Die Produktsuite soll sowohl als gehosteter Service als auch als klassische Anwendung auf den lokalen Servern eines Unternehmens angeboten werden. Durch die .NET-Basis der Software kann das System laut Microsoft auch Web-Services von Drittanbietern integrieren.

Im Gegensatz zu den großen Unternehmen, die ihre Anforderungen durch Best-of-Breed-Lösungen und Customizing abdecken, hätten die mittelgroßen Firmen nicht die dafür notwendigen IT-Kapazitäten, erläutert David Thacher, General Manager CRM bei Microsoft. Diese Unternehmen brauchen seiner Meinung nach Produkte von der Stange. Microsoft hofft, mit der neuen Suite Unternehmen anzusprechen, denen CRM-Systeme bislang zu teuer waren.

Das CRM-Produkt wurde für die .NET-Server von Microsoft entwickelt und nutzt auch diese Infrastruktur. Die Anwender greifen über den E-Mail-Client "Outlook" von Microsoft oder über den Web-Browser darauf zu. Für den Betrieb sind Windows-2000- oder NT-Server nötig sowie der SQL-Datenbank-Server. Um die in die CRM-Lösung integrierten E-Mail- und Messaging-Funktionen nutzen zu können, benötigen Anwender laut Thacher ferner Microsoft Exchange und Active Directory. Im ersten Release werde die Integration der Groupware Lotus Notes noch nicht möglich sein, so der Microsoft-Mann.

Das Microsoft-CRM wird als gehosteter Service über die ASP-Partner der Redmonder angeboten werden. Alternativ kann es auch auf Unternehmens-Servern hinter der Firewall betrieben werden. Microsoft rechnet damit, dass es die meisten Kunden auf eigenen Systemen einsetzen werden, vor allem aus Gründen der Sicherheit, erläutert Thacher. Aus seiner Sicht seien die gehosteten Dienste allerdings eine gute Möglichkeit, das Produkt über einen kurzen Zeitraum zu testen, bevor es im Unternehmen eingeführt wird.

Die Betaversion wurde laut Microsoft vor einigen Tagen veröffentlicht. Die zweite Beta dürfte ab August verfügbar sein. In Nordamerika soll das fertige Produkt ab dem vierten Quartal dieses Jahres über die Distributoren erhältlich sein, international werde die CRM-Suite im ersten Quartal kommenden Jahres auf den Markt gelangen. Die Software ist in verschiedenen Versionen mit unterschiedlichen Funktionen lizenzierbar. Die Standard-Edition soll ab 395 Dollar pro Arbeitsplatz und 995 Dollar für den Server kosten. Für die Professional-Edition müssen Anwender bis zu 1395 Dollar pro User und 1990 Dollar für den Server veranschlagen. (js)