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06.07.2001 - 

Berufungsgericht hebt das Zerschlagungsurteil auf

Microsoft darf weiter sein Monopol genießen

MÜNCHEN (CW) - Nach der Aufhebung des Zerschlagungsurteils von Richter Thomas Jackson sieht sich Microsoft bestätigt. Obwohl das Berufungsgericht dem Konzern gesetzwidrige Geschäftspraktiken und eine Monopolstellung bei PC-Betriebssystemen bescheinigte, feiert man die Entscheidung in Redmond als großen Sieg.

"Das Gericht hat klargemacht, dass wir das Recht haben, unsere Betriebssysteme weiterhin zu verbessern und mit Innovationen auszustatten", interpretierte Unternehmenschef Steve Ballmer die Entscheidung in einer internen E-Mail. Das Urteil enthalte nichts, was Microsoft davon abhalten könnte, "Windows XP pünktlich und wie geplant mit all den großartigen Funktionen und Innovationen auszuliefern".

Zwar bedeutet der Richterspruch alles andere als einen Freibrief für Microsoft. Doch der Motivator Ballmer nahm die Gelegenheit wahr, seine Mannschaft auf die bevorstehende Marketing- und PR-Schlacht um das neue Betriebssystem einzuschwören. Richard Roy, ehemaliger Deutschland-Chef von Microsoft, erklärte in einem Interview mit der COMPUTERWOCHE: "Das Urteil ist ein Schritt in die richige Richtung. (...) Die Gefahr einer Zweiteilung ist damit ausgeräumt." (Ausführliche Berichte Seiten 12 und 13).

Das Gericht bestätigte, dass Microsoft sein Monopol mit widerrechtlichen Methoden zementiert hat, verwarf jedoch die Auffassung, der Konzern habe versucht, auch den Browser-Markt zu monopolisieren.