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08.11.1996 - 

Merchant Server 1.0 kommt im November 1996

Microsoft drängt in den Markt für Internet-Commerce

Mit dem Electronic-Commerce-Produkt, das noch in diesem Monat ausgeliefert werden soll, lassen sich Produkte über eine Web-Seite in allen Details anbieten. Bestellung und Zahlungsverkehr können über das WWW abgewickelt werden. Außerdem erhalten Nutzer ein Instrument, mit dem sie das Nachfrageverhalten ihrer Kunden beobachten können.

Nach Angaben von Microsoft-Offiziellen läßt sich der Merchant Server zusammen mit bestehenden Bestell- und Abrechnungssystemen wie etwa den entsprechenden R/3-Modulen der SAP AG einsetzen. Durch eine ODBC-Schnittstelle ist zwar Datenbankunabhängigkeit gewährleistet, doch der Merchant Server selbst läuft nur auf einem NT-Server-System.

Um einen sicheren Zahlungsverkehr via Kreditkarte zu ermöglichen, nutzt das Microsoft-System die Produkte "vPOS" und "vGATE" von der Verifone Inc. und unterstützt zudem die Secure-Electronic-Transaction-(SET-) Standards. Ferner können die Lösungen von der Cyber Cash Inc. zusammen mit dem Merchant Server eingesetzt werden. Dazu zählen die Cyber Coins - elektronisches Geld für die Zahlung von Beträgen unter zehn Dollar -, der elektronische Kreditkartenservice und das angekündigte elektronische Schecksystem. Auch die Lösungen der Trintech Inc. für den sicheren Zahlungsverkehr wurden integriert.

Der Merchant Server trifft auf Konkurrenz

Wie für Microsoft nicht ungewöhnlich, hat sich der Branchenkrösus für den Markteintritt gewappnet: Eine Reihe von Internet-Service-Providern (ISPs), Web-Entwicklern, Finanzkonzernen und unabhängigen Softwarehäusern - darunter auch die SAP AG - haben ihre Gefolgschaft zugesagt.

Der Merchant Server basiert auf den Electronic-Commerce-Produkten des US-Pioniers e-Shop, den die Gates-Company vor gut einem Jahr übernahm. Wie im Internet-Umfeld so oft, ist Microsoft auch bei weitem nicht die erste Company, die Produkte für den Online-Verkauf anbietet. Neben Netscape, das seit mehr als einem Jahr das Netscape Merchant System offeriert, sind auch Nischenplayer wie Open Market oder die Icat Corp. erfolgreich.

Gerade die "Icat Electronic Commerce Suite" wird in Analystenkreisen sehr hoch eingeschätzt. Sie kostet mit knapp 1500 Dollar genau ein Zehntel dessen, was Microsoft für den Merchant Server verlangt. Zudem hat sie den Vorteil, daß sie nicht nur auf Windows-NT-Servern, sondern auch auf Unix- und Apple-Maschinen laufen kann. IBM will noch in diesem, Oracle in der ersten Hälfte nächsten Jahres komplexe Softwarepakete für das Internet-Business herausbringen.