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07.04.2008

Microsoft erleichtert Handy-Verwaltung

Mit dem Windows Mobile 6.1 lassen sich Smartphones an die Leine nehmen.

Das Look and Feel eines iPhone kann Microsoft mit seinem neuen Handy-Betriebssystem immer noch nicht bieten. Darauf müssen sich die Anwender wohl bis zum Erscheinen von Windows Mobile 7.0 im Jahr 2009 gedulden. Dafür bietet das jetzt vorgestellte Windows Mobile 6.1 sowohl Verbesserungen für Systemverwalter als auch Lichtblicke in Sachen Usability für den einzelnen Benutzer. Mit dem neuen Release, so Robbie Bach, President von Microsofts Entertainment und Device Division, erhalte der Benutzer ein Telefon für Unternehmen und Freizeit.

Die wohl wichtigste Neuerung im Enterprise-Umfeld ist die direkte Unterstützung des Microsoft System Center Mobile Device Manager 2008 (MDM). Mit dieser Server-Anwendung möchte der Hersteller es ermöglichen, mobile Endgeräte genauso abzusichern und aus der Ferne zu warten wie PCs. Zudem will der Konzern damit eine strategische Lücke in seinem Portfolio schließen, die bislang Wettbewerbern wie etwa Sybase iAnywhere offenstand. Allerdings hat der Ansatz einen gravierenden Nachteil: Im Gegensatz zur Konkurrenz unterstützt der MDM nur Windows-Mobile-Geräte und setzt die Verwendung der Version 6.1 voraus.

Feintuning für den Enterprise-Einsatz

Mit dem Gespann aus Windows Mobile 6.1 und MDM sind Unternehmen dann, so die Theorie, in der Lage, Endgeräte automatisch auszurollen. Um ein Handheld mit Windows Mobile 6.1 einzusetzen, müsse sich der Benutzer lediglich mit einem Einmal-Passwort und seiner E-Mail-Adresse anmelden. Danach lädt sich das Gerät automatisch die entsprechenden Management- und Sicherheitsregeln herunter. Um sichere Kommunikation zu gewährleisten, hat Microsoft unter der bunten Windows-Oberfläche zudem Feintuning geleistet. Die Version 6.1 besitzt nun mit Mobile VPN erstmals einen VPN-Client, der speziell auf den mobilen Einsatz zugeschnitten und mit entsprechenden Treibern für WLAN und Mobilfunk ausgestattet ist. Ferner beherrscht er Funktionen wie Network Adress Translation-Traversal (NAT-T) oder Multi-Homing. Und leidgeprüfte Mobilfunkanwender dürfen laut Microsoft hoffen: Dank Mobile VPN soll der Benutzer nach Netzstörungen mit seiner Applikation direkt weiterarbeiten können. Bislang führten solche Störungen, etwa ein Schwanken der Empfangsqualität, meist zu einem Zusammenbruch des VPN-Tunnels, so dass sich der Anwender zeitaufwändig neu anmelden musste.

Darüber hinaus hat Microsoft auch das Erscheinungsbild von Windows Mobile 6.1 überarbeitet. So soll der Startbildschirm jetzt einen schnellen und einfachen Zugriff auf zentrale Informationen wie SMS, E-Mail, Musik oder Bilder erlauben. Auch die Erstkonfiguration eines Gerätes wurde nach Konzernangaben mit dem neuen "Getting-Started"-Menü vereinfacht. E-Mail-Konten oder Bluetooth-Verbindungen sollen sich jetzt schnell einrichten lassen, und selbst die WLAN-Konfiguration, die in der Vergangenheit manchen User zur Verzweiflung brachte, sei mit der neuen Version des mobilen Betriebssystems kein Hexenwerk mehr. (hi)