Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Migration von Version 3.51 auf 5.0 mit Problemen


14.02.1997 - 

Microsoft forciert Umstieg auf NT 4.0

"Wir denken schon gar nicht mehr an 3.51", stößt Jim Allchin, Senior Vice-President der Desktop and Business Systems Division bei Microsoft die meisten NT-User vor den Kopf. Nach den Worten des Managers hat Microsoft mit dem Thema 3.51 bereits mehr oder weniger abgeschlossen: "Wir testen keine gemischten Umgebungen mit 3.51 und 5.0." Vielmehr sollten Anwender von Windows 3.51 vor dem Wechsel auf 5.0 erst die Version 4.0 erwerben, um anschließend auf die Version 5.0 upgraden zu können.

Doch diese Strategie des Redmonder Softwarekonzerns ruft Empörung unter den Anwendern hervor. Noch immer handelt es sich nach Schätzungen der CW-Schwesterpublikation "Network World" bei rund 70 bis 80 Prozent aller NT-Server-Kunden um Besitzer der Version 3.51. Viele vermeiden den Wechsel auf das Release 4.0 aufgrund bekanntgewordener Stabilitätsprobleme.

"Weshalb sollte ich Mühen und finanzielle Mittel in die Version 4.0 investieren, wenn ich keinen Vorteil davon habe?" fragt sich etwa James McKane, Network Manager der Tread Corp. aus Roanoke, Virginia. Er sehe es nicht ein, seine relativ stabil laufenden NT-3.51-Server gegen ein NT 4.0 mit schöner Benutzeroberfläche oder ein paar Internet-Features einzutauschen.

Laut Microsoft ist der stufenweise Umstieg über die Version 4.0 jedoch dringend notwendig. NT 4.0 enthalte das Grundgerüst für die Distributed-Computing-Features wie etwa die erweiterte Verzeichnisstruktur. Weiterhin unterstütze die Version 4.0 den Unix-basierten Domain Name Service (DNS), der laut Microsoft eine entscheidende Rolle bei Active Directory spielt.

Branchenbeobachter halten allerdings andere Gründe für relevant: "Microsoft hat mit NT 4.0 einfach keinen Erfolg", erklärt Neil MacDonald, Analyst bei der Gartner Group, Stamford, Connecticut. Die mit NT 4.0 gelieferten Features wie den Web-Server könne man auch kostenlos erhalten. Es sei schlicht arrogant, Anwender auf diesem Wege zum Umstieg auf 4.0 zu zwingen, zumal die Version an technolo- gischen Mängeln leide.