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31.07.1998 - 

Das Management zeigt Härte und Zuversicht

Microsoft-Gegner wagen sich aus der Deckung

Unabhängig von der für den 6. September angesetzten Verhandlung über die Monopolbestrebungen von Microsoft im Browser-Markt ermitteln das US-amerikanische Justizministerium und einige Bundesstaaten nun auch wegen wettbewerbsverzerrender Praktiken im Bereich Multimedia. So soll die Gates-Company den Hardwarehersteller Apple bis März dieses Jahres gedrängt haben, den Consumer-Anteil an diesem Geschäft Microsoft zu überlassen. "Jede Unterstellung, wir hätten versucht, Märkte aufzuteilen, ist falsch und wahrscheinlich nur aus Unkenntnis der Regeln im Softwaremarkt entstanden", belehrte daraufhin ein Unternehmenssprecher die Öffentlichkeit.

Im Zusammenhang mit den Apple-Nachforschungen werden aber auch Vorwürfe geprüft, wonach Microsoft Softwareprodukte bewußt inkompatibel zu den Anwendungen von Konkurrenten gestaltet. Diesem Szenario entspricht die Beschuldigung von Rob Glaser, dem CEO von Real Networks. Der ehemalige Microsoft-Vice-President Multimedia hat dem US-Senat vorgeführt, daß die aus seinem Haus stammende Multimedia-Abspielsoftware "Real Player" nach der Installation des mit Windows 98 ausgelieferten Konkurrenzprodukts nicht mehr funktioniert. Microsoft weist jede Verantwortung dafür von sich und behauptet im Gegenzug, die Inkompatibilität werde von einem Softwarefehler des Real Player verursacht.

Weitere Vorwürfe betreffen Preisdumping, wettbewerbsverzerrendes Bundling von Software sowie irreführende Ankündigungen und nicht gehaltene Zusagen.

Microsoft hielt es nicht für nötig, der Einladung des US-Senats zu dem genannten Hearing Folge zu leisten, um die eigene Sicht der Dinge darzustellen.

Statt dessen hat Firmenchef Bill Gates mit Steve Ballmer den Mann in die seit 1990 vakante Position eines President gehievt, der wie kein anderer für Microsofts aggressives Geschäftsgebaren steht. Der bisherige Executive Vice-President soll Gates nicht nur das Alltagsgeschäft abnehmen, sondern sich auch um die als "Regierungsangelegenheiten" bezeichneten Rechtsprobleme kümmern.