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12.06.1998 - 

Ziel ist der Markt für Transaktionssysteme

Microsoft gestattet den Brückenbau in die Corba-Welt

Hauptziel von Microsoft ist der Anschluß an die unternehmensweite Groß-DV. Zu diesem Zweck kündigte das Unternehmen unter der Bezeichnung "Bring your own Transaction" (Byot) ein Programm zur Öffnung der Schnittstellen des MS Transaction Server (MTS) an. Gleichzeitig hat die Gates-Company einen Standardisierungsvorschlag für Transaktionen via Internet bei der Internet Engineering Task Force (IETF) eingereicht, ein sogenanntes Transaction Internet Protocol (TIP).

In dieselbe Richtung zielt die schon länger bekannte Zusammenarbeit mit Iona Technologies. Hier geht es darum, daß Transaktionen, die mit Ionas "Orbix Transaction Monitor" (OTM) gestartet wurden, mit MTS abgeschlossen werden können. Zur Palette der zu unterstützenden Produkte gehörten auf der Tech-Ed der Transaktionsmonitor "CICS", das Messaging-System "MQ-Series" und das Datenhaltungssystem "IMS" von der IBM sowie die Oracle-Datenbank in der Version 7.3.

Unternehmenskunden erzwingen die Öffnung

"Die Kunden haben Microsoft erklärt, daß die Akzeptanz von Windows NT und des MS Transaction Servers (MTS) in der unternehmensweiten DV von der Interoperablität mit dem restlichen Equipment abhängt", erklärt Analyst Michael Goulde von der Patricia Seybold Group die ungewöhnliche Offenheit des Unternehmens.

Die Pläne sind bislang jedoch so vage, daß noch nicht klar ist, wie etwa bei Byot die Integration mit Fremdsystemen funktionieren soll. Insider bezweifeln beispielsweise, daß Microsoft es zulassen wird, Corba-Objekte in seinem Transaktions-Server abzulegen. Schließlich gehe es der Softwareschmiede vor allem darum, seine Active-X-Komponenten auf andere Plattformen zu bringen.

Zu diesem Zweck hat Microsoft schon bislang Partnerunternehmen wie Digital Equipment (COM-Corba-Brücken) und die Software AG (Portierung von Active X auf Unix und OS/390) arbeiten lassen. Sollte sich Microsoft nun selbst intensiver mit Corba-Techniken befassen, so liegt das nach Ansicht der Seybold Group vor allem am Internet-Geschäft, das sich Microsoft nicht entgehen lassen wolle. Dafür aber muß die Gates-Company den Anwendern Techniken an die Hand geben, ihre auf Unix- und Mainframe-Systemen liegenden Daten auf sichere Weise ins Web zu bringen.

Besonders kritisch beurteilt die Gartner Group die Öffnungstendenzen bei Microsoft. Die im Januar angekündigten COM-Corba-Partnerschaften mit Iona Technologies und Net Dynamics wurden dort als Versuch gewertet, das Lager um Corba und Java zu spalten, um so die Chancen für die eigenen Komponententechniken zu verbessern.