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16.06.1989 - 

IBM klammheimlich auf den dritten Platz vorgerückt:

Microsoft gibt bei PC-Software den Ton an

MÜNCHEN (CW) - Microsoft ist zur Zeit der umsatzstärkste Anbieter von PC-Software, gefolgt von Lotus und IBM. Das Wiesbadener Marktforschungsunternehmen International Data Corporation (IDC) gab dieser Tage seine "Hitparade" der PC-Software-Lieferanten bekannt.

Das gute Abschneiden von Microsoft erklären die IDC-Marktforscher mit dem abgerundeten Lieferspektrum von Betriebssystemen (MS-DOS, OS/2, Xenix), Programmierwerkzeugen und Anwendungssoftware. Auch der Umsatzzuwachs gegenüber dem Vorjahr von 57 Prozent bildet laut IDC eine solide Basis für die Zukunft. Für Lotus als Zweitplaziertem hingegen stehe für das kommende Jahr eine Entscheidung an: Viel hänge davon ab, wie die neue Version 3 des Hauptumsatzträgers 1-2-3 am Markt angenommen werde. Mit einem Umsatzplus von nur 18 Prozent liegt Lotus auf einem der hintersten Plätze.

Vielfach unterschätzt werde dagegen die Rolle Big Blues im Geschäft mit PC-Programmen. Die IDC führt dies darauf zurück, daß die IBM einen wesentlichen Teil des Geschäftes direkt mit Großkunden abwickelt und auf dem freien Softwaremarkt weniger in Erscheinung tritt.

Für Ashton-Tate (vierter Platz) stelle sich die Situation ähnlich dar wie für Lotus. Hier geht es darum, ob das Unternehmen mit der Version 4 seines Datenbankprogrammes dBase an frühere Erfolge anknüpfen kann. Eine positive Prognose stellt das Marktforschungsunternehmen für Wordperfect auf, das sich mit den vielen Zusatzangeboten für sein Textverarbeitungsprogramm Wordperfect zum Standard gemausert habe und in dieser Eigenschaft dabei sei, den alten König Wordstar vom Thron zu stoßen. Eine kritische Bewertung mußte hingegen Borland (Platz sieben) erfahren: Das bisher hauptsächlich mit Programmiersprachen wie Turbo-Pascal oder Turbo-C erfolgreiche Softwarehaus müsse künftig auch im Bereich der Anwendersoftware mehr Präsenz zeigen, um nicht an Bedeutung zu verlieren, meinte IDC.