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31.01.1997 - 

Bewegung im Markt für Büropakete

Microsoft gibt Startschuß für Office 97

Die Auslieferung von Office 97 erfolgt in mehreren Stufen. Zuerst werden die Kunden der knapp 1300 Mark teuren "Professional Edition" beliefert, die neben Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationssoftware und Browser auch noch die Access-Datenbank enthält, die den Kunden der "Standard Edition" vorenthalten bleibt. Diese Variante wird gleichzeitig mit der "Developer Edition" im Februar ausgeliefert. Das Schlußlicht bildet im März die mit 1000 Mark günstigste "Small Business Edition" (siehe Tabelle).

Mit Vorsicht sind Microsoft-Angaben zu den Systemanforderungen zu genießen. Danach reicht ein 486er PC mit CD-ROM-Laufwerk, 8 MB Haupt- und 110 MB Festplattenspeicher. Diese Angabe bezieht sich auf die absolute Mindestkonfiguration zur Nutzung der Bürosoftware.

Im Test mit der Betaversion der Software hat die COMPUTERWOCHE (siehe CW Nr. 41 vom 11. Oktober 1996, Seite 17) herausgefunden, daß für ein akzeptables Arbeiten mit der Suite etwa 16 MB Hauptspeicher nötig sind. Auf der Festplatte belegt die Vollversion etwa 250 MB Speicherplatz. Ungewöhnlich ist, daß Office 97 Dateien nur scheinbar in Word-6- oder Word-95-Format abspeichert. Tatsächlich verwendet das Programm das Rich Text Format (RTF).

Zu den Neuerungen gehört vor allem die stärkere Internet-Integration. So können jetzt die Kernkomponenten Textverarbeitung, Spreadsheet, Datenbank und Präsentationsprogramm mit der Hypertext Markup Language (HTML), der im Internet üblichen Seitenbeschreibungssprache, umgegehen. Durch die verwirrende Vielfalt der Funktionen sollen animierte Helferlein des Hilfesystems "Intellisense" führen. Sie sind kontextsensitiv und verstehen eine Reihe alltagssprachlicher Fragen. Intellisense kommt die Rolle zu, die wachsende Funktionsvielfalt durch Vereinfachung der Benutzerführung akzeptabel zu machen.

Microsofts Konkurrenten gehen hier einen anderen Weg und beginnen ihre Pakete in Komponenten zu zerlegen. Dabei entsteht weit schlankere Software als in Redmond. So soll im Mai Corels aus Java-Komponenten, sogenannten Applets, bestehende Office-Paket auf den Markt kommen, das mit etwa 2 MB Haupt- und 5 MB Festplattenspeicher auskommt. Ähnliches gilt für die entsprechenden Projekte von Oracle und Lotus, deren Produkte ebenfalls für 1997 angekündigt sind. Bereits erhältlich ist "Applix Anywhere", das Java-Büropaket der Applix GmbH, München.