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16.08.1996 - 

Dataquest korrigiert Absatzprognose für Windows 95 nach unten

Microsoft GmbH: Umsatz über eine Milliarde Mark

Auf sehr erfolgreiche zwölf Monate kann die deutsche Microsoft GmbH zurückblicken. Im vergangenen Geschäftsjahr, das am 30. Juni endete, konnte sie erstmals mehr als eine Milliarde Mark erwirtschaften. Damit steuert die deutsche Dependance etwa sieben Prozent zum Weltumsatz des Gates-Imperiums bei. Eine Zahl, die Deutschland-Chef Christian Wedell für zufriedenstellend hält, vor allem, da hierzulande, so der Manager, der PC nicht so verbreitet ist wie in den USA und Japan.

Allerdings will sich das Unternehmen künftig nicht nur auf das Softwaregeschäft verlassen, sondern mit seinem Online-Dienst ein zweites Standbein aufbauen. Nach dem schwierigen Start von MSN stiegen jetzt die Nutzerzahlen. Wie in der Vergangenheit blieb Wedell allerdings erneut eine Antwort darauf schuldig, wie viele User hierzulande auf dem Daten-Highway Gatesscher Prägung surfen.

Bis sich das Online-Geschäft auszahlt, erwartet der Manager aber hohe Vorleistungen, die er wohl über das Softwaregeschäft finanzieren muß. Hier war für die Company im letzten Jahr vor allem der Vertrieb von Anwendungssoftware die Cash-cow. So erwirtschaftete Microsoft mit Word, Excel und dem Office-Paket in Deutschland rund 60 Prozent des Umsatzes. Auch für die Unternehmens-DV berichtete der Geschäftsführer über enorme Zuwachsraten. So konnte Microsoft den Umsatz mit dem NT Server um über 300 Prozent steigern. Eine Rate, die allerdings nicht weiter verwundert, da das Betriebssystem nur einen sehr kleinen Marktanteil hatte beziehungsweise hat.

Zufrieden ist man in Unterschleißheim auch mit dem Erfolg von Windows 95. Unternehmensangaben zufolge ist das Betriebssystem bereits auf 80 Prozent der neu ausgelieferten PCs vorinstalliert. Insgesamt umfaßt die Windows-95-Gemeinde in Deutschland mehr als 2,5 Millionen Anwender. Die hohe Akzeptanz des Systems habe, so Wedell, stark zum positiven Gesamtergebnis beigetragen.

Während Wedell sich über den Windows-95-Erfolg freut, korrigierte das Marktforschungsinstitut Dataquest jetzt seine Absatzprognosen für das jüngste Microsoft-Betriebssystem stark nach unten. Die Forscher erwarten nunmehr, daß Windows 95 heuer weltweit nur rund 45 Millionen Käufer findet, 27 Prozent weniger, als Dataquest ursprünglich annahm. Zu der Korrektur sahen sich die Analysten aufgrund der weiterhin starken Nachfrage nach dem alten Windows-3.x-Betriebssystem genötigt. Dataquest zufolge wird Microsoft von dem Oldie dieses Jahr noch über 20 Millionen Lizenzen verkaufen.