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25.02.2000 - 

Kommentar

Microsoft hat nichts dazugelernt

Endlich! Nach den dauernden Systemabstürzen von Windows 95 und der zeitaufwendigen Administration von Windows NT im Netz verspricht Windows 2000 Besserung. Stabiler soll der Neuling aus dem Hause Microsoft sein und dank Active Directory Services (ADS) auch einfacher zu administrieren.

Aber halt, die Sache hat einen entscheidenden Haken. In den Genuss dieser Vorzüge kommen nur Unternehmen, die sich mit Leib und Seele Bill Gates und Windows 2000 verschreiben. Wer etwa ein heterogenes Netz mit Netware und Unix verwendet, hat wenig von den ADS-Früchten. Selbst in Sachen Applikationen gibt es in der Active-Directory-Welt künftig wohl nur noch einen Verkaufsladen in Redmond. Diese Verknüpfung von ADS und Betriebssystem hat einen fatalen Beigeschmack: Gab es da nicht mal eine Firma, die wegen der Verknüpfung von Browser und Betriebssystem mächtig Ärger bekam?

Aber anscheinend hat diese Company, die angesichts der drohenden Aufsplittung um ihre Zukunft bangt, nichts dazu-gelernt. Bleibt nur zu hoffen, dass das US-Justizministerium diesmal dem Wiederholungstäter Microsoft heftiger auf die Finger klopft und dabei besser vorbereitet ist als im läppischen Browser-Streit.