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21.11.1986 - 

Kompatibilität zu existierender Software gewährleistet:

Microsoft informiert über Protected DOS

REDMOND (CWN) - Die Verwirrung unter den Anwendern hinsichtlich künftiger DOS-Versionen möchte Microsoft mildern. Zu diesem Zweck gab das Unternehmen Einzelheiten der Entwicklungsziele für eine Version bekannt, die im Protected Mode des 80286 in Rechnern wie beispielsweise dem IBM AT laufen soll.

"Wir werden existierende Anwendungen weiterhin unterstützen, aber bestehende Programme werden durch ein neues Betriebssystem auch nicht leistungsfähiger", erklärte Adrian King, Produktleiter für Betriebssysteme bei Microsoft. Eine DOS-Version für den Protected Mode, in Presseberichten als DOS 5.0, 286 DOS oder Advanced DOS 1.0 tituliert, befindet sich bekanntermaßen seit einigen Jahren in der Entwicklung.

Bestehende Applikationen werden sich genauso verhalten, wie sie das jetzt unter DOS 3.2 auch tun, stellte King klar. Er fügte hinzu, daß sein Unternehmen Techniken entwickelt habe, die es dem Betriebssystem erlaubten, zwischen Protected-Mode-Programmen und solchen zu unterscheiden, die im Real Mode laufen. Letzterer emuliert den IBM PC. Der Betrieb im Protected Mode erfordere die Einhaltung gewisser, dem CPU-Chip inhärenter Regeln, die sich auf die Speicherverwaltung und den Verkehr mit Peripheriegeräten bezögen, erklärte der Produktmanager. Einige Programme, zum Beispiel der von Microsofts C-Compiler erzeugte Code, hielten sich schon jetzt an diese Regeln, fuhr King fort. Wie hoch der Prozentsatz der Programme sei, die ausschließlich im Real Mode betrieben werden können, mochte er allerdings nicht schätzen.

Software, die für den Betrieb im Protected Mode geeignet ist, werde vollen Nutzen aus den Multitasking-Fähigkeiten und dem erweiterten Adreßbereich des 80286 ziehen können. Anwender, die hofften, ihre existierende Software im Protected Mode betreiben zu können, müßten verstehen, daß es eine "tiefgreifende Inkompatibilität" zwischen den beiden Betriebsarten gäbe, sagte King. Dies liege in der Grundkonzeption des Prozessors. Er fügte hinzu, daß eine ihm in verschiedenen Publikationen kürzlich zugeschriebene Äußerung aus dem Zusammenhang gerissen sei, derzufolge 95 Prozent der Anwendungen überarbeitet werden müssen, und versicherte, daß Kompatibilität mit allen Anwendungsprogrammen beibehalten werde.