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14.05.2004 - 

64-Bit-Computing kommt, aber Longhorn lässt auf sich warten

Microsoft ist aus dem Tritt gekommen

SEATTLE (CW) - Mit der Vorhersage, 64-Bit-Desktops würden die PC-Landschaft früher beherrschen als gedacht, und mit der Ankündigung einer Reihe von Updates und Service Packs versucht Microsoft, vergessen zu machen, dass sich die nächste Windows-Generation "Longhorn" verzögert.

Nicht dass Microsoft ins Stolpern geraten wäre; nein, die IT-Welt bewegt sich in Bocksprüngen - und der Softwarekonzern muss hinterherhecheln. Diesen Eindruck konnte man auf der Windows Hardware Engineering Conference (Winhec) in Seattle gewinnen. Bill Gates'' einstündige Eröffnungsrede drehte sich vor allem um 64-Bit-Computing. Schon Ende nächsten Jahres, so seine Prognose, werde AMD fast nur noch 64-Bit-CPUs ausliefern. Bei Intel, das eine ähnliche Prozessorarchitektur erst noch marktreif machen muss, werde es ähnlich aussehen.

Gates verspricht einen "weichen und schnellen Übergang" von 32- auf 64-Bit-Computing. Noch in diesem Jahr werde Microsoft die "64-Bit Edition for Extended Systems" sowohl für Windows Server 2003 als auch für Windows XP herausgeben. Gates forderte die Komponentenbauer auf, schleunigst 64-Bit-Treiber zu entwickeln. Andernfalls lassen sich die Vorteile der neuen Prozessoren nicht ausnutzen.

Noch aber läuft gut die Hälfte aller PCs mit Windows 9x, und Microsoft ist mit 210 Millionen verkauften XP-Lizenzen nicht zufrieden. Also galt ein erheblicher Teil der Winhec-Ankündigungen 32-Bit-Systemen. Mitte des Jahres wird es für das Desktop-Betriebssystem ein Service Pack 2 geben. Es folgen ein Update des "Windows Media Player", eine "Windows XP Media Center Edition" mit Unterstützung für den "Media Center Extender" sowie "Windows XP Tablet PC Edition 2005" und "Windows CE 5.0".

Zum Windows Server 2003 ist noch für dieses Jahr ein Service Pack 1 angekündigt. Die gleiche Erweiterung erfährt der Windows Small Business Server 2003. Im nächsten Jahr folgen Updates für diese beiden Umgebungen sowie ein neuer "Windows Storage Server", der unter dem Codenamen "Storm" entwickelt wird. Die Service Packs und Updates sollen insbesondere die Sicherheit der Microsoft-Umgebungen verbessern. So sollen sie eine Isolationstechnik erhalten, bei der beispielsweise Notebooks, die in ein LAN eingebunden werden, zunächst isoliert auf Viren untersucht und gesichert werden.

Von Longhorn wird frühestens Anfang 2005 eine Betaversion der Client-Variante zu sehen sein. Der Windows-Server-2003- und XP-Nachfolger soll irgendwann im Jahr 2006 erscheinen. Dann aber möchte Microsoft zeitgleich Varianten für Itanium, AMDs-64-Bit-Architektur, Intels 32/64-Bit-Zwitter und 32-Bit-CPUs herausbringen. Auch die Server- und die Client-Version sollen möglichst parallel fertig sein.

Microsoft demonstrierte erste Eigenschaften von Longhorn. Verbessert wurde darin unter anderem die Grafik-Engine, die Bewegtbilder deutlich schneller als jetzige Microsoft-Systeme darstellen kann. Außerdem wird Longhorn drei Varianten der grafischen Benutzeroberfläche mit sich bringen. Je nach Leistungsfähigkeit der Grafikkarte werden Icons mehr oder weniger gerendert und entsprechend attraktiv dargestellt. Ein Kommunikations-Subsystem sorgt für die automatische Synchronisation von Mail-Adressen, Telefonnummern und Mails auf Handys, PCs und PDAs. (ls)