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16.05.1997 - 

Entwicklermesse in Orlando

Microsoft konkretisiert Internet-Pläne

Man wollte sich um gute Java-Werkzeuge und Klassenbibliotheken bemühen und zudem für eine Unterstützung der Sprache über verschiedene Systemplattformen hinweg sorgen. Zudem sollen sich Windows-Anwendungen künftig mit Java optimieren lassen.

Microsoft-Manager Todd Nielsen präsentierte Vorschläge für Internet-Standards wie das "Channel Definition Format". Es soll die Verfahren für sogenannte Push-Software vereinheitlichen, mit der Anwender via Internet Dienstleistungen erhalten. Ein weiterer Vorschlag mit der Bezeichnung "Dynamic HTML" soll auf Basis eines hauseigenen Objektmodells Web-Seiten interaktiver gestalten. Es ist beispielsweise daran gedacht, daß Text größer wird, wenn ein Anwender mit dem Mauszeiger darüber hinwegfährt.

Daß die IBM eine Vorbildfunktion hat, war beim Vortrag von Paul Gross, Microsofts Vice-President Developer Tools, spürbar. Er berichtete, daß die verschiedenen Entwicklungswerkzeuge seines Unternehmens analog zu IBMs "Visual Age" nach und nach in eine gemeinsame Entwicklungsumgebung integriert werden sollen. Außerdem versprach er, daß die Einbindung von Microsoft-Objekten und die Erstellung von verteilten Anwendungen einfacher werden sollen. Im Betriebssystem-Bereich wurde den Besuchern vor allem die Integration des Internet-Browsers "Explorer 4.0" mit dem Windows-Betriebssystem demonstriert. Außerdem wiesen Firmenvertreter auf die skalierbare Version von Windows NT für den unternehmensweiten Einsatz hin, die nächste Woche in New York vorgestellt werden soll. Ihr soll eine Lite-Version des Server-Pakets "Back Office" gegenüberstehen, die unter der Codebezeichnung "Sam" entwickelt werde. Das Bündel aus NT-Betriebssystem, Datenbank, E-Mail-Server und Management-Software wird in den kommenden Monaten angekündigt. Eine Web-Version von Back Office mit Software für Electronic Commerce soll unter der Bezeichung "Site-Server" vermarktet werden.

Als ärgerlich verbuchten die Entwickler das Fehlen von Upgrade-Plänen von "Memphis", dem Windows-95-Nachfolger-Betriebssystem, zu Windows NT. Der auf der Veranstaltung für Memphis und NT 5.0 zuständige Seminarleiter Bernard Wong gab trotz hartnäckiger Fragen keinen Zeitrahmen für eine mögliche Konvertierung des Windows-Dateisystems "Fat 32" zum NTFS-Dateisystem für NT. Er konnte auch nicht sagen, ob Microsoft dafür überhaupt Ressourcen vorgesehen hat.

Allerdings bekundeten die Teilnehmer Einigkeit darin, daß keines ihrer Unternehmen vorhabe, in großem Stil auf Memphis und von dort auf NT zu migrieren. Insofern hat Microsoft noch Zeit, sich einen Migrationspfad zu NT zu schaffen.

Ankündigungen

Zu den Microsoft-Ankündigungen auf der Teched gehören:

- Die Datenbank "SQL Server" soll skalierbarer werden und Datenbanken per E-Mail versenden.

- In das Betateststadium ist eine Software getreten, die Microsofts "SNA Server" und das hauseigene Transaktionssystem mit IBM-Produkten wie CICS und IMS verbindet.

- Die Management-Software "System Management Server" ( SMS) soll über Erweiterungen 16-Bit-Anwendungen einbinden können.

- Microsofts Proxy-Server erhält zusätzliche Caching-Funktionen für den Netzbetrieb.

- Ein Debugger für Visual Basic Script und Javascript, der auch auf Server-Systemen einsetzbar ist, soll Mitte des Jahres im Paket mit einem neuen Internet-Server ausgeliefert werden.