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13.08.1999 - 

Letzte Runden im Antitrust-Prozeß

Microsoft konzentriert sich auf Monopolvorwürfe

MÜNCHEN (CW/IDG) - Im Antitrust-Prozeß gegen Microsoft haben beide Parteien noch einmal schriftlich dargelegt, welche Schlüsse aus dem bisherigen Prozeßverlauf zu ziehen seien. Die Gates-Company scheint sich dabei auf den Monopolvorwurf konzentrieren zu wollen.

Auf die Vorwürfe, Konkurrenten durch den Mißbrauch seiner Marktmacht unter Druck gesetzt zu haben, will der Softwareriese Microsoft nach den bisher bekanntgewordenen Informationen nur noch indirekt reagieren. Prozeßbeobachter gehen davon aus, daß sich die Gates-Company statt dessen darauf konzentrieren wird, den Vorwurf der Monopolstellung zu widerlegen.

"Ein hoher Marktanteil sagt noch nichts darüber aus, ob eine monopolartige Marktmacht besteht", sagte ein Microsoft-Anwalt gegenüber der "Financial Times". Viele große IT-Unternehmen seien daran interessiert, Systemsoftware zu entwickeln, die das Betriebssystem überflüssig machten. Dazu zählten etwa AOL, Sun Microsystems und andere Hersteller. Diesen und weitere Aspekte habe die Staatsanwaltschaft bei ihren Vorwürfen außer acht gelassen.

In den jeweils mehrere hundert Seiten umfassenden Ausführungen legen die gegnerischen Parteien ihre Sicht des seit 19. Oktober 1998 andauernden Prozesses dar. Bis zum 10. September haben die Beteiligten Gelegenheit, auf die gegnerische Darstellung zu antworten. Die Schlußplädoyers sollen nach den aktuellen Plänen am 25. September gehalten werden.

Richter Thomas Jackson wird anhand der eingereichten Dokumente und der Schlußplädoyers eine Zusammenfassung des Prozeßverlaufs aus seiner Sicht schreiben. Obwohl dieses Dokument noch nicht als formelles Urteil gilt - Insider rechnen damit frühestens Anfang des nächsten Jahres -, soll es doch genügend Informationen darüber enthalten, wie sich Jackson schließlich entscheiden wird.

Die Darlegungen des Richters werden den Anwälten Microsofts und denen des US-Justizministeriums (Department of Justice = DoJ) vorgelegt. Jackson fordert daraufhin beide Parteien auf, Vorschläge für einen Urteilsspruch zu machen. Nach Ansicht von Experten ergibt sich für Microsoft in diesem Stadium die letzte Chance, sich mit den Anklägern gütlich zu einigen.