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10.02.2005

Microsoft lässt Office-12-Details durchsickern

XML und Web-Services stehen derzeit bei Microsoft hoch im Kurs. Sie sollen bei der Neuausrichtung von Office in Richtung Integration helfen.

Bill Gates stellt in seiner aktuellen "Executive E-Mail" das Thema Interoperabilität in den Vordergrund. Um dem Thema mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, hat sein Unternehmen dazu eine eigene Website eingerichtet. Der Chief Software Architect setzt Interoperabilität explizit von Open Source ab und wendet sich gegen die Vermischung der beiden Konzepte. Er vertritt den Standpunkt, dass freie Software in verschiedene Ausprägungen zerfallen könne und daher Interoperabilität erschwere.

Im Zentrum seiner Interoperabilitäts-Beschwörungen stehen XML und Web-Services. Dieser Vorstoß kommt nicht von ungefähr, da beide Technologien in Microsofts Produktplänen aktuell eine wichtige Rolle spielen. Auf der Visual Studio Developer Conference rührte Senior Vice President Eric Rudder die Werbetrommel für "Indigo", das Subsystem für Web-Services unter Longhorn. Vor einem halben Jahr beschloss Microsoft, dass die "WinFX"-Schnittstellen inklusive Indigo auch auf Windows XP und den Server 2003 portiert werden. Im März dieses Jahres sollen interessierte Entwickler nun eine Preview-Version der Technologie erhalten.

Eine Woche zuvor hielt Microsoft die erste Office System Developer Conference in Redmond ab. Dabei gaben sich die Firmenverantwortlichen Mühe, die mit Office 2003 eingeleitete Neupositionierung des Büropakets voranzutreiben. Anstelle der persönlichen Produktivität, die seit den Anfängen von Word, Excel & Co. im Vordergrund stand, soll ihnen nun die Integration mit Backend-Systemen ein neues Aufgabengebiet erschließen.

Frontend für CRM

Auch hier spielt die Unterstützung für XML und Web-Services eine zentrale Rolle. Gates demonstrierte, wie sich Outlook als Frontend für das CRM-System von Siebel nutzen lässt. Die Version 2005 von "Visual Studio Tools for Office", die derzeit als Beta 1 vorliegt, soll die Entwicklung derartiger Anwendungen erleichtern. Immerhin steht Microsoft vor der Aufgabe, das Heer von Makro-Entwicklern (Visual Basic for Applications) von einem neuen Programmiermodell zu überzeugen.

Noch recht vage nehmen sich andere Ankündigungen für Office aus. So stellte Gates in Aussicht, dass die Version 12 Workflows unterstützen werde. Er machte aber keine Angaben darüber, in welcher Form dies geschehen soll - ob dafür etwa der zusätzliche Office-Server benötigt wird, über den bereits vor ein paar Monaten Gerüchte kursierten. Wie sich die zukünftige Workflow-Funktionalität von jener unterscheidet, die Office in Zusammenarbeit mit Sharepoint bietet, blieb ebenfalls offen.

In Bezug auf Sharepoint - Gates bezog sich vermutlich auf die "Windows Sharepoint Services" (WSS) - machte er eine überraschende und gleichzeitig nebulöse Aussage. Nach dem Ende des neuartigen Dateisystems WinFS für den Longhorn-Server teilt er dessen Aufgaben scheinbar den WSS zu: "Sharepoint setzt auf eine Datenbank auf, und WinFS ist auch nur ein Framework über der Datenbank, beide sind ein- und dasselbe." Die Betrachtung von Sharepoint als Dateisystem kommt insofern nicht überraschend, als Microsoft die WSS schon seit einiger Zeit als File-Server der nächsten Generation bewirbt. (ws)