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13.03.1998 - 

Aufwendige Kampagne für Windows NT

Microsoft lockt die Unix-Entwickler

"Migration Assistance Program" nennt Microsoft den gemeinsam mit Hardwarepartner Intel gestarteten Versuch, die Unix-Anwender auf Windows NT zu locken. Auf den Web-Seiten beider Hersteller können sich Software-Anbieter bis Ende März für das Programm anmelden. Wer akzeptiert wird, erhält Software-Updates, verbilligte Entwickler-Workstations, ambulante Beratungsleistungen und Einführungen in die "IA-64"-Architektur für den "Merced"-Chip von Intel.

Flankiert wird die Aktion durch kostenlose Tools. So bekommen Programmierer, die bis zum Juni dieses Jahres die Professional- und Enterprise-Version der "Visual-Studio"-Werkzeuge ordern, die Entwicklerausgaben von NT Workstation und dem Back Office Server als Dreingabe.

Mit dieser Aktion reagiert das Unternehmen auf Unix-Anbieter, die angesichts des nahenden 64-Bit-Zeitalters Morgenluft wittern. Noch gibt es nur wenige - wenn auch wichtige - Native-Anwendungen für das 32-Bit-Betriebssystem Windows NT, für Unix jedoch bereits Hunderte von 64-Bit-Programmen. Dieser Vorsprung, so die Hoffnung von DEC, Sun und Co., läßt sich auf Server-Seite durch leistungsstärkere Hardware ausbauen. Allerdings will auch Microsoft bis Mitte 1999, wenn Intels Merced-Chip herauskommt, eine 64-Bit-Variante von NT anbieten können. Um jedoch die Leistung dieses Prozessors nutzen zu können, braucht man Entwickler, die entsprechende Server-Anwendungen schreiben. Die Spezialisten dafür vermutet das Unternehmen in den Unix-Softwarehäusern, die jetzt umworben werden. Lockangebote dieser Art, insbesondere wenn sie Dienstleistungen umfassen, können sich als ausgesprochen teuer herausstellen. US-Analysten vermuten Investitionen im Umfang von mehreren Millionen Dollar. Dabei handelt es sich bereits um den zweiten Anlauf dieser Art. Im Sommer vergangenen Jahres hat Microsoft mit Intel und HP das "Enterprise Interoperability Program" gestartet. In diesem Rahmen erhalten inzwischen 37 Unix-Integratoren Ausbildung, Marketing-Unterstützung und Nachlässe auf die Kayak-Workstations von HP. Damals trat Microsoft mit dem sogenannten "Scalability Day" ernsthaft den Weg in die Unternehmens-DV an.