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17.05.1985 - 

Verzögerungen bei Jazz geben Excel eine Chance:

Microsoft macht Lotus Kunden streitig

MÜNCHEN (CW) - Excel, das integrierte Microsoft-Programm für den Macintosh von Apple, könnte das Kundenpotential für "Jazz" von Lotus Development um einiges schmälern, obwohl das Microsoft-Paket erst zwei Monate später auf den Markt kommen soll als das lange erwartete Lotus-Programm.

"AIIeine die Tatsache, daß Jazz nicht zum geplanten Zeitpunkt angeboten wurde, könnte Excel helfen", meint Mary Ellen Dick, Analytikerin bei dem Marktforschungsunternehmen Software Access International. Mit der Verspätung von Jazz erscheine Excel nicht als "Me-too"-Produkt. Gleichzeitig sagt sie jedoch, daß die beiden Programme auf verschiedene Marktsegmente zielen und sich deshalb eigentlich gar nicht ins Gehege kommen müßten.

"Ich befürchte, die Branche wird mit diesen beiden Programmen dasselbe tun wie mit Symphony und Framework: Zwei Produkte vergleichen, die scheinbar auf denselben Markt abzielten, dies aber tatsächlich gar nicht tun". Mit dieser Auffassung steht sie nicht allein. Während es sich bei Excel um ein Spreadsheet handelt, das um Grafik- und Datenbankfunktionen ergänzt wurde, kann bei Jazz eher von einem integrierten Paket mit Spreadsheet, Datenbank, Textverarbeitung, Grafik und Kommunikation die Rede sein.

Angesichts dieser unterschiedlichen Funktionen sehen die Beobachter denn am Markt auch genug Paket für beide Programme. Denno Trotz der funktionalen Unterschiede steht zu befürchten, daß Händler beide Produkte in direkten Wettbewerb zueinander setzen werden, etwa dadurch, daß sie Jazz als das 1-2-3 für den Mac anpreisen, während genau das eher dem Leistungsprofil von Excel entsprechen würde.

Jazz werde, so heißt es, am Markt davon profitieren, daß es Files mit 1-2-3 . austauschen kann - eine Fähigkeit, die Excel derzeit (noch?) abgeht und die Jazz zum Einsatz in IBM und Apple-kompaible Netze prädestiniert.

Eines haben die beiden Programme gleichwohl gemeinsam: Beide könnten helfen, das Macintosh-lmage in den amerikanischen Großunternehmen und bei PC-Anwendern innerhalb der Unternehmen aufzubessern. Beide Produkte zielen - wie auch "Quartet" von Haba Systems - auf den "Power-User", den Anwender im Unternehmen.