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25.04.1997 - 

Rekordgewinn im dritten Quartal

Microsoft meldet unerwartet gute Geschäftsergebnisse

Der Gewinnzuwachs um 85,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal kam genau zur rechten Zeit. Als eines von wenigen Technologie-Unternehmen konnte Microsoft dadurch auch von der Erholung der US-Börse profitieren. Die Aktien schossen um 9,5 Dollar auf einen Kurs von nahezu 108 Dollar. Damit wird das Unternehmen jetzt mit 129,48 Milliarden Dollar bewertet.

Finanzchef Mike Brown hat daher guten Grund, sich über die "unglaublichen Ergebnisse" zu freuen, die sich wohl so bald nicht wiederholen ließen. Beim Umsatz legte Microsoft um 45 Prozent zu und kam damit auf Einnahmen von 3,2 Milliarden Dollar. Der Gewinn liegt im abgelaufenen Quartal also bei knapp einem Drittel des Umsatzes. Die Ergebnisse zeigen, "wie hervorragend ein Monopol arbeiten kann", kommentiert bissig der britische Branchendienst "Computergram".

Verblüffenderweise begründet das Unternehmen die Erfolgszahlen vor allem mit der Einführung des Büropakets "Office 97", dabei stieg der Umsatz mit Anwendungen und Inhalten (vor allem CD-ROM-Titel) in den ersten Monaten dieses Jahres lediglich um 24 Prozent auf 1,53 Milliarden Dollar, während das Plattformgeschäft (Betriebssysteme, Back Office) mit 1,68 Milliarden Dollar um nahezu 73 Prozent anwuchs. Generell haben sich die Umsätze mit Anwendungen und Plattformen langfristig die Waage gehalten, wobei bei letzteren die Back-Office-Produkte Windows NT, SQL Server, Exchange und Co. als Haupteinnahmequelle gelten.

Laut Microsoft-Marketier Gregory Gordon kommt Office 97 dennoch eine Sonderstellung zu. Er argumentiert, daß der Anwendungsabsatz normalerweise stark an den PC-Verkauf gekoppelt sei, der Anfang dieses Jahres um etwa 20 Prozent zugenommen habe, während das Büropaket eine Steigerungsrate von rund 50 Prozent aufweise. Insgesamt wurden seit der Einführung rund acht Millionen Kopien verkauft.