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Access und Foxpro


18.12.1992 - 

Microsoft möchte verstärkt im PC-Datenbankmarkt mitmischen

MÜNCHEN (CW) - Eine selbstentwickelte Datenbank stellt Microsoft mit dem Programm "Access for Windows" vor, das ab sofort auch in Deutschland erhältlich ist. Das durch die Übernahme von Fox Software erworbene Foxpro wurde jetzt in der neuen Version 9.5 für Windows vorgestellt. Es soll Ende März 1993 auf den Markt kommen.

Access ist eine relationale Datenbank, die sich "gleichermaßen für Entwickler und Endanwender eignet", so lautet die etwas unklare Positionierung von Microsoft. Zur Bedienerfreundlichkeit soll besonders die grafisch unterstützte Datenbankabfrage beitragen. Die einzelnen Datenbanken werden als Symbole dargestellt. Durch Anklicken lassen sich die dazugehörigen Datensätze und -felder sichtbar machen. Die Durchsuchung der jeweiligen Datenbank und die Verknüpfung von Tabellen erfolgt in einem besonderen Fenster.

Arbeitserleichterung sollen die Assistenten bringen, die dem Anwender bei der Erstellung von Diagrammen, Formularen oder Berichten interaktiv unter die Arme greifen. Access kann auf Daten und Indizes der Formate Dbase III Plus, Dbase IV, Paradox 3.0 und 3.5 zugreifen. Datenaustausch mit dem SQL-Server ist über den Microsoft-Standard Open Database Connectivity (ODBC) möglich.

Anwender mit Xbase-Datenbeständen, die auf Windows umstellen wollen, visiert Microsoft mit der Vorstellung von Foxpro 2.5 für Windows an. Die neue Datenbank, die laut Herstellerangaben dreimal so schnell wie die Vorgängerversion sein soll, bietet dem Entwickler mit der Integrated Development Environment eine Entwicklungsumgebung mit Debug-Werkzeugen, Projektverwaltung und einer erweiterten Xbase-Implementation. Fortgeschrittene Anwender können mit dem Screen Builder Bildschirmmasken und Reports anlegen, wobei das Erzeugen von prozeduralen Codes entfällt.

Hierzu muß das gewünschte Objekt, also beispielsweise ein Datenfeld oder ein Kontrollkästchen, ausgewählt und positioniert werden. Den Programmcode generiert der Screen Builder. Das 32-Bit-Programm Foxpro unterstützt Dynamic Data Exchange (DDE), Object Linking and Embedding (OLE), wobei sich auch Grafiken und Sound einbinden lassen. Microsoft will für Foxpro auch eine DOS-, Macintosh- und eine Unix-Version entwickeln.

Der Listenpreis von Access beträgt rund 1850 Mark. Im Rahmen eines Einführungsangebots kostet die Datenbank bis zum 31. Januar 1993 zirka 1000 Mark. In einer ähnlichen Preisklasse dürfte Foxpro angesiedelt sein. Exakte Angaben hierzu macht Microsoft noch nicht.