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08.08.1997 - 

Ziel: Kontinuierliche Neuerfindung aller Komponenten

Microsoft nennt Pläne zur Eroberung neuer Plattformen

"Wir erwarten, daß unsere Kunden je nach Bedarf einen Mix von Windows-Systemen implementieren", erklärt Paul Maritz, Microsofts Group Vice-President Plattformen und Applikationen, die Strategie seines Unternehmens. Unter dem Motto "Continuous reinvention" soll jede Schicht des Betriebssystems ständig neu erfunden werden. Im einzelnen bezog er sich dabei auf das Windows-Treibermodell, das Dateisystem, die Netz-Infrastruktur, die Kernel-Skalierbarkeit, die Programmier-Schnittstellen und die Benutzerumgebung.

Auf diese Weise sollen sich nicht nur möglichst viele Gerätetypen mit Windows ausstatten lassen, sondern auch die Bedienung des Systems für Anwender und Administratoren einfacher werden. "Wir haben gemerkt, daß unsere Produkte nicht nur immer leistungsfähiger, sondern auch komplizierter geworden sind", räumte Maritz ein.

Außerdem kündigte der Topmanager nun endgültig den Windows-95-Nachfolger (Codename "Memphis") an, der wie erwartet unter der Bezeichnung Windows 98 im ersten Quartal nächsten Jahres auf den Markt kommen soll. Noch für dieses Jahr ist die Auslieferung einer für die Abteilungsebene konzipierten Version der Back-Office-Suite geplant. Das Paket unterscheidet sich vom großen Bruder dadurch, daß nicht mehr als 25 Mitarbeiter angeschlossen werden können. Außerdem soll die unter der Bezeichnung "Sam" entwickelte Software einfacher zu bedienen und zu verwalten sein.

Einfachheit hat sich das Unternehmen auch für sein Office-Paket auf die Fahnen geschrieben. In einer zukünftigen Version soll es darin Anwendungen geben, die sich selbst reparieren, indem sie zum Beispiel versehentlich gelöschte Systemdateien wiederherstellen. Ein weiteres Feature ist die Nachinstallation von Funktionen, auf die der Anwender urspünglich verzichten zu können glaubte. Auf diese Weise sollen Call-Center und User-Support entlastet werden.

Der Reduzierung des Administrationsaufwands dient auch die ebenfalls für später angekündigte Möglichkeit, den Client zu entlasten, indem Anwendungen und Dateien vom Server geladen werden. Schließlich sollen Anwender mit wechselnden Arbeitsplätzen von überall im Netz ihre selbstdefinierte Umgebung, also etwa die Button-Anordnung, laden können. Mit einer Freigabe des Office-Pakets ist nicht vor 1999 zu rechnen.

Willkommen und auf Wiedersehen

Gleichzeitig mit der offiziellen Ankündigung von Windows 98 (Codename "Memphis") hat Microsoft auch dessen Ende bekanntgegeben. Im Jahr 2000 soll das Desktop-Betriebssystem durch eine Consumer-Variante von Windows NT ersetzt werden. In der Folge soll es nur noch verschiedene Ausprägungen von Windows NT und Windows CE, beide auf 32-Bit-Basis, geben. NT skaliert dann vom Konsumentenprodukt über ein Desktop- zum Server- und Multiuser-System. Das bislang nur in Kleinst-PCs eingesetzte Windows CE soll dabei auch in Windows-Terminals, Set-top-Boxen und anderen Geräten Dienst tun.