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21.03.2006

Microsoft nimmt IBM ins Visier

Hersteller will mit einer Millionenkampagne Unternehmen für sich gewinnen.

Mit einer groß angelegten Marketing- und Vertriebskampagne für 500 Millionen Dollar will Microsoft in diesem Jahr Geschäftskunden auf eine Reihe geplanter Software-Upgrades einstimmen. Unter dem Slogan "Software for the people-ready business" wirbt der Hersteller damit, dass sich mit seinen neuen Produkten für Büro, Collaboration, Business Intelligence und Content-Management sowie vorhandender Backoffice-Technik integrierte Lösungen bauen lassen, die Anwender effektiver arbeiten helfen.

Begleitet wurde die Ankündigung von Seitenhieben gegen IBM, die Microsoft als größten Konkurrenten ausmacht. Vor Unternehmensvertretern in New York behauptete jetzt Chief Executive Officer Steve Ballmer, ein völlig anderes Geschäftsmodell als Big Blue zu verfolgen: "Wir wollen die Fachanwender mit unseren Tools produktiver machen, während IBM von Projekten redet. Wir verkaufen Software, IBM wird immer mehr zum Dienstleister." Dabei unterschlug Ballmer geflissentlich, dass IBM trotz seines starken Servicegeschäfts auch die Nummer zwei auf dem Softwaremarkt ist. Die Replik ließ nicht lange auf sich warten. So sagte Ken Bisconti, Vice President Workplace, Portal and Collaboration, dass Microsoft auch nach 20 Jahren immer noch das gleiche Geschäftsmodell verfolge. Das Unternehmen versuche, seine Dominanz am Fat-Client in das Internet-Zeitalter hinüber zu retten. IBM setze hingegen auf offene Standards und erlaube es Kunden, Technik nach ihrem Bedarf zu kombinieren.

Dagegen versuchte Ballmer die Bedenken im Markt zu zerstreuen, dass vor allem die Office-Produkte, die zusammen mit dem Windows-Client immer noch rund 80 Prozent des Gesamtumsatzes einfahren, am Ende ihres Lebenszyklus angekommen seien. Man habe in den letzten drei Jahren 20 Milliarden Dollar in Forschung und Entwicklung innovativer Produkte gesteckt. Ausdruck davon seien die kommenden Business-Versionen wie die "Windows Vista Enterprise Edition", "Office 2007", "Exchange 2007", "Sharepoint Server 2007" und weitere mit ihnen verbundene Produkte.

Als Beispiele für innovative Features nannte der Hersteller die Integration von Instant-Messaging, E-Mail und Spracheerkennung in Outlook und Exchange oder die Funktion "Document Inspector" in Office 2007. Mit ihr lassen sich Dokumente automatisch vor ihrem Versand von Korrekturen und Anmerkungen bereinigen. In Office 2007, das für die zweite Jahreshälfte angekündigt ist, soll ferner die Peer-to-Peer-Technik für den Dateiaustausch des zugekauften Anbieters Groove Networks enthalten sein. Das Software-as-a-Service-Angebot, das Microsoft mit "Windows Live" und "Office Live" plant, soll hingegen vornehmlich kleinere Firmen ansprechen. (as)