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22.06.2001 - 

Free-BSD als Basis

Microsoft nutzt selbst offenen Code

MÜNCHEN (CW) - Entgegen wiederholten Dementis hat Microsoft nun zugeben müssen, in seinen Programmen und auf seinen Mail-Servern Open-Source-Code verwendet zu haben. Der Softwareriese aus Redmond hat mitten in seiner Kampagne, Open-Source-Programme seien gefährlich für Unternehmen, weil sie deren Sicherheit und intellektuelles Eigentum untergrüben, ein peinliches Eingeständnis machen müssen. Das Unternehmen bestätigte laut "Wall Street Journal", dass es Code auf der Basis von "Free-BSD" in Windows-Anwendungen verwende.

Die Redmonder nutzen von Free-BSD TCP/IP-Stacks, die für Internet-Zugänge Voraussetzung sind. Darüber hinaus verwende man Free-BSD auf diversen Servern, über die Microsofts E-Mail-Service "Hotmail" läuft.

Hotmail basierte ursprünglich auf Free-BSD, einem Open-Source-Betriebssystem, das ohne Einschränkungen auch für kommerzielle Projekte genutzt werden darf. Anders als mit der Linux-typischen Lizenz GPL ist bei der Verwendung solcher Software für eigene Programme keine Veröffentlichung des Sourcecodes erforderlich. 1997 hatte Microsoft Hotmail gekauft und im Sommer letzten Jahres erklärt, man habe die Free-BSD-Codeteile ersetzt.

In der vergangenen Woche hatte der Free-BSD-Entwickler Trevor Johnson aus Los Angeles mit einfachen Internet-Monitoring-Tools Open-Source-Code auf den Hotmail-Servern entdeckt. Laut "Wall Street Journal" erklärte der Free-BSD-Aktivist Marshall Kirk McKusick: "Ich bin entsetzt darüber, wie Microsoft einerseits auf Open Source einschlägt, während es andererseits für seine Geschäfte davon abhängig ist."