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18.07.2006

Microsoft öffnet seine Messaging-Plattform

Nutzer von Googletalk und Jabber könnten von einer neuen Schnittstelle profitieren.

Zwar bietet Microsoft für seine Unternehmenslösung "Live Communications Server 2005, SP 1" Gateways zu den Diensten für Instant Messaging (IM) von Yahoo, AOL und Microsoft Network. Andere IM-Dienste wie Googletalk, Skype oder Jabber bleiben aber bisher außen vor. Das soll sich dank einer neuen Programmierschnittstelle ändern. Mit ihr können Anwender Plug-ins schreiben, um weitere IM-Protokolle einzusetzen.

Nutzer des Live Communication Servers erhalten so die Möglichkeit, Chats und Presence (Anwesenheit) in anderen IM-Anwendungen zu sehen und mit jeder einzelnen von ihnen zu kommunizieren. Das Ziel dieser Kopplung ist indes keine Integration, sondern eine Föderation von IM-Systemen. Dadurch müssen Anwender weiterhin mehrere Plattformen parallel verwalten.

Keine gemeinsamen Standards

Dennoch ist Microsofts Ankündigung ein Schritt, den durch unterschiedliche Protokolle belasteten IM-Markt ein Stück zu öffnen. Der Hersteller favorisiert dabei den Protokollstandard "Session Initiation Protocol for Instant Messaging and Presence Leveraging Extensions" (Simple), nimmt aber proprietäre Erweiterungen vor. Konkurrenten wie Jabber verwenden stattdessen das "Extensible Messaging and Presence Protocol" (XMPP), das im Jabber-Projekt als offenes IM-Protokoll entwickelt wurde und ebenfalls ein Standard ist. Eine prominente IM-Anwendung, die XMMP nutzt, ist Googletalk.

Kritiker fordern seit längerem einheitliche Standards, wie sie bei E-Mail erzielt wurden. Eine Kommunikation auf der Basis von Gateways und Vertrauensbeziehungen, wie sie Microsoft, IBM, Novell und andere propagieren, sei auf Dauer keine Lösung. Das Ziel sollten Serviceplattformen sein, über die sich neben IM auch der Voice-over-IP-Verkehr und Web-Konferenzen zentral steuern lassen. (as)