Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

20.07.2006

Microsoft ordnet ERP-Wartung neu

Vertragskonditionen sollen Wildwuchs beenden.

Heute zahlen Microsofts ERP-Anwender zwischen zehn und 20 Prozent des Lizenzpreises an Wartungsgebühr. Künftig gibt es einen einheitlichen Satz von 16 Prozent. Diese Festlegung betrifft allerdings nur die Forderungen Microsofts an die Partner; es bleibt nämlich dabei, dass der indirekte Vertrieb die vom Kunden zu entrichtende Summe festlegt, da sie von den jeweils vom Käufer in Anspruch genommenen Dienstleistungen abhängt. Trotzdem vereinfache sich laut Hersteller mit der neuen Regelung die Wartung, da der Softwarekonzern bislang keinen einheitlichen Prozentsatz vorgegeben hatte.

Vertragsanpassungen

Über die Zeit sollen Bestandskunden an die neuen Vertragskonditionen herangeführt werden. Dies betrifft nicht nur die Gebühren, sondern auch die Leistungen. Einzelheiten müssen die Landesgesellschaften jedoch noch festlegen.

Für Neukunden gelten die neuen Wartungsrichtlinien ab 1. August. Dann tritt auch das bereits angekündigte neue Lizenzmodell in Kraft. Es richtet sich nach der Anzahl der Benutzer und nicht nach der Kombination von Softwaremodulen wie bisher, was nach Ansicht von Experten insbesondere kleineren Firmen zugute kommt.

Rechtssicherheit für Upgrades

Zu den zusätzlichen Angeboten im Wartungskonzept zählen Online-Trainings, die es bis dato nur optional gab. Noch wichtiger ist aus Sicht des Herstellers jedoch die rechtliche Stellung des Wartungsvertrags: "Bisher bestand keine Rechtssicherheit bezüglich des Upgrades für das Standardprodukt", so ein Microsoft-Sprecher. Ein Vertragsverhältnis existierte nur zwischen Kunde und Partner: "Theoretisch konnte der Partner einen Wartungsvertrag mit dem Kunden vereinbaren, ohne dies an Microsoft zu melden." In diesem Fall hätte der ERP-Nutzer keinen Anspruch auf Upgrades.

Nach neuem Statut schließe der ERP-Käufer einen Wartungsvertrag direkt mit Microsoft, der Partner erhalte dafür eine Provision. Zusätzlich gibt es einen Dienstleistungsvertrag zwischen Partner und Kunde, etwa Hotline rund um die Uhr sowie besondere Services. (fn)