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10.06.1994

Microsoft plant Online-Dienst fuer Partnerunternehmen GEIS will Electronic-Commerce in LAN-Umgebungen etablieren

AMSTERDAM (CW) - Die General Electric Information Services (GEIS) forciert den Ausbau ihres Electronic Commerce Angebots. Auf der Suche nach potentiellen Anwendern fuer das System ist die General- Electric-Tochter bereits auf einen Vorzeige-Klienten gestossen: Microsoft richtet einen weltweiten Online-Dienst ein, ueber den Solution-Provider Zugriff auf Datenbanken haben.

Steve Hamphreys, Vice-President Information Delivery Services bei GEIS, praesentierte auf einer Presseveranstaltung in Amsterdam ein Programm zur Weiterentwicklung des Electronic-Commerce-Angebots: So soll das GEIS-Informations-System auf offenen Standards basieren - Beruehrungsaengste mit De-facto-Normen bestehen jedoch nicht. Die naechste Generation werde, so Hamphreys, High-speed- Netze wie ISDN oder Frame Relay unterstuetzen und in Desktop- Umgebungen lauffaehig sein. Ausserdem plant der Diensteanbieter Messaging-Systeme zu integrieren, die Daten und Sprachuebertragungen unterstuetzen. Last, but not least will GEIS mit seinem Dienst staerker in Client-Server-Umgebungen vordringen.

Um den GEIS-Service fuer Kunden interessanter zu gestalten, wird die Preisstruktur vereinfacht und dem Nutzen des Systems angeglichen. Zudem strebt GEIS umfassende Allianzen an. Beispielsweise versucht das Unternehmen auch LAN-Anbieter fuer seine Infrastruktur gewinnen, um so den elektronischen Handel innerhalb der Kunden-Niederlassungen auch bis zum jeweiligen PC fuehren zu koennen. Enge Kooperationen bestehen bereits mit der Adobe Systems Inc. mit dem Ziel, deren Produkt "Acrobat" einzubinden, so dass sich Dokumente unabhaengig vom Dateiformat austauschen lassen.

Bereits Anfang des Jahres hatte GEIS zusammen mit dem US-Carrier Ameritech eine Gesellschaft gegruendet. Ameritech soll der General- Electric-Tochter den Weg fuer den weltweiten Service ebnen. Auf dem US-Markt ist Ameritech regional vertreten und kann bereits auf Erfahrungen bei der Sprach- und Datenuebertragung verweisen, zudem ist das Unternehmen in Europa und Australien praesent.

Zusammenarbeit mit dem EDI-Spezialisten INS

Als weiteren Schritt auf dem Weg zu einem umfassenden Electronic- Commerce-Dienste kann die Zusammenarbeit mit dem EDI-Spezialisten INS gewertet werden. INS, eine 50prozentige Tochter von ICL, ist eigenen Angaben zufolge Marktfuehrer in Grossbritannien und koennte GEIS einen kraeftigen Kundenschub bescheren. Das elektronische Fomularsystem von INS soll in die Infrastruktur von GEIS eingebunden werden; eine Windows-Loesung wird bereits entwickelt und soll im vierten Quartal dieses Jahres auf dem Markt erscheinen.

Der elektronische Handel ist derzeit in Europa noch nicht weit verbreitet, doch es gibt nach Meinung der GEIS-Verantwortlichen erhebliche Marktreserven. Derzeit arbeiten laut GEIS weltweit rund 40 000 Unternehmen mit elektronischen Handelssystemen - die Anzahl duerfte sich schon dadurch deutlich erhoehen, dass immer mehr Geschaeftspartner beim Umstieg auf den elektronischen Datenaustausch mitziehen muessen.

Als ein zugkraeftiger Kunde ist sicherlich Microsoft einzuordnen. Der gemeinsam erstellt Online-Dienst "Partner Network" enthaelt ein auf Microsoft-Mail basierendes Kommunikationssystem, unterstuetzt das Message Application Programmable Interface (Mapi) und verwendet zudem Commerce-Express-Produkte sowie Dienste von GEIS. Ueber verschiedene Bulletin-Boards sollen die Netzteilnehmer Zugriff auf aktuelle Informationen und auf die technischen Datenbanken haben.