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04.07.1997 - 

Für Internet Explorer 4.0

Microsoft plant Verteilung von Java-Anwendungen

Die für die Verteilung von Software vorgesehene Komponente soll unter der Bezeichnung "Package Management" Bestandteil von Microsofts Java Virtual Machine (JVM) werden. Diese gehört ihrerseits zum Lieferumfang des Internet Explorer, des Web-Servers "Internet Information Server" und des Java-Entwicklungswerkzeugs "J++". Das Modul soll in der Lage sein, Java-Applets, Active X Controls, Scripts und HTML-Seiten über definierbare Kanäle an Desktop-Rechner zu schicken. Es nutzt dafür Microsofts Channel Definition Format (CDF), das die Gates-Company bereits dem W3-Konsortium als Internet-Standard vorgeschlagen hat.

Da die Java-Anwendungen gemäß der PC-Philosophie auf der lokalen Festplatte abgespeichert werden sollen, dehnte Microsoft die Sicherheitsprüfungen der JVM auch auf Code aus, der von dort geladen wird. Normalerweise untersucht Javas Security Manager nur Applets, die vom Netz geladen werden. Auf diese Weise soll verhindert werden, daß bösartige Applets durch die Hintertür Zugang zu PC-Ressourcen finden.

Microsofts Vorhaben, Java-Anwendungen über definierte Kanäle zu verteilen, ist allerdings nicht originell. Die Gates-Company kopiert auch hier die Idee einer innovativen Startup-Company: Marimba bietet mit "Castanet" ein solches Produkt schon seit längerem an. Die von Java-Pionier Arthur van Hoff gegründete Firma wird wohl am stärksten zu spüren bekommen, daß Microsoft die Technologie über ein Bundling mit dem Betriebssystem in den Markt drückt.