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14.03.2006

Microsoft predigt den Digital Workstyle

Microsoft Business Solutions (MBS) will seine ERP-Lösungen aus der Dynamics-Serie enger mit den Windows- und Office-Produkten verzahnen.

Die Ära der Insellösungen ist vorbei", verkündete Robert Helgerth, Director Mittelstand und Partner von Microsoft in Deutschland. Die Kunden werden künftig Funktionalität für bestimmte Aufgabenrollen im Unternehmen verlangen, lautet die Prognose des Managers. Die bislang getrennten Welten von Business-Anwendungen sowie Windows und Office auf der anderen Seite würden künftig stärker integriert. Beispielsweise sei in der neuen Version 4.0 von Dynamics AX, ehemals Axapta, bereits eine rollenbasierende Benutzersteuerung enthalten. Insgesamt hat der Konzern für seine Business-Anwendungen rund 50 Rollen definiert, die sich mit Hilfe von Entwicklungs-Tools zusätzlich an spezifische Anforderungen der Anwender anpassen lassen sollen.

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Damit hofft Helgerth, das Wachstumstempo halten zu können. Seinen Angaben zufolge konnte MBS den Umsatz im vergangenen Jahr um 16 Prozent steigern, während der gesamte Enterprise-Resource-Planning-Markt (ERP) nur um fünf Prozent zulegte. Im klassischen Mittelstandssegment, das vor allem durch die zugekauften Navision-Lösungen geprägt sei, habe der Softwarekonzern im vergangenen Jahr rund 1500 Neukunden gewonnen.

Daneben will Helgerth auch im Konzernumfeld und bei Kleinunternehmen punkten. Helfen soll dabei beispielsweise das Hub-and-Spoke-Konzept. Während das Zentrum vieler Großunternehmen (Hub) meist fest in der Hand der SAP sei, gebe es im Umfeld der Töchter und Zweigstellen (Spoke) durchaus Erfolge für MBS. Bereits seit eineinhalb Jahren versuche man diesen Bereich gezielt mit den eigenen Lösungen zu adressieren, berichtet der Microsoft-Manager. Viele Großunternehmen würden sich nicht in die Hand eines einzelnen Softwareanbieters begeben wollen. Mittlerweile erwirtschafte MBS bereits 25 Prozent seines Gesamtumsatzes in diesem Umfeld. Zum Sturm auf die SAP-Festung in den Konzernzentralen will Helgerth indes noch nicht blasen.

Office macht Business

Kleinunternehmen wollen die MBS-Verantwortlichen mit einer ganzen Palette von verschiedenen Produkten angehen. Neben den bereits bestehenden Applikationen Navision und Microsoft Dynamics CRM für kleine Unternehmen sowie dem Windows Small Business Server 2003 und Microsoft Office 2003 in der Small-Business-Version soll es im kommenden Jahr eine weitere, speziell an die Bedürfnisse kleiner Firmen angepasste Business-Anwendung auf Office-Basis geben. Genaueres lasse sich derzeit noch nicht sagen, wiegelte Helgerth ab. Man spreche zurzeit mit verschiedenen unabhängigen Softwareentwicklern über Branchenanpassungen.

Wo ist die Lösung?

Um den kleinen und mittelständischen Kunden die Suche nach bestimmten Produkten zu erleichtern, hat Microsoft Ende Februar mit dem "Solution Finder" (www.microsoft-branchenloe sungen.de) eine kostenlose Suchmaschine zur Recherche nach Branchenlösungen gestartet. Partner können hier ihre Entwicklungen platzieren. Derzeit umfasst die Lösungspalette hierzulande etwa 30 Branchen. 300 der insgesamt 30000 Microsoft-Partner in Deutschland bieten Branchenanpassungen für Microsofts Dynamics-Lösungen an.

Die Partner kämen nicht mit der Arbeit hinterher, strickt der MBS-Manager weiter an der Erfolgsgeschichte der MBS-Sparte. Ressourcenprobleme sorgten für Verzögerungen bei Implementierungsprojekten. Dazu wollen die Hiobsbotschaften des vergangenen Jahres aus dem Systemhausumfeld indes nicht so recht passen. So musste beispielsweise vor knapp einem Jahr mit der BOG aus Münster einer der größten Navision-Partner Insolvenz anmelden. (ba)