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25.03.2015 - 

IE nur noch für Altlasten

Microsoft schafft Browser-Klarheit für Windows 10

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Microsoft hat eine wichtige Änderung bei seinen Browser-Plänen für das kommende Windows 10 angekündigt.

Nur noch der mit Windows 10 neu eingeführte Browser, den Microsoft derzeit unter dem Codenamen "Project Spartan" entwickelt, bekommt Microsofts neue Rendering-Engine. Der Internet Explorer 11 bleibe gegenüber Windows 8.1 "grundsätzlich unverändert", teilte der für Spartan zuständige Program Manager Kyle Pflug in einem Blogpost anlässlich eines Entwicker-Workshops zu Spartan in der Microsoft-Niederlassung im Silicon Valley mit (was sogar bedeuten könnte, dass der IE gar nicht mehr weiterentwickelt wird, mutmaßt "The Register" - das hat der Konzern bislang aber so nicht bestätigt).

Project Spartan Developer Workshop am 24. März 2015
Project Spartan Developer Workshop am 24. März 2015
Foto: Microsoft

Eigentlich hatte Microsoft Spartan und Internet Explorer in Windows 10 jeweils mit beiden Rendering-Engines bestücken wollen. Für Legacy-Websites mit Unterstützung für IE-Altlasten wie beispielsweise ActiveX-Controls oder Browser-Helper hätten beide Browser dann von der modernen Engine "EdgeHTML.dll" zurückfallen können auf das quirkige "MSHTML.dll". Nach Feedback aus dem Windows-Insider-Programm für den Test der öffentlichen Vorabversion von Windows 10 habe sich Microsoft nun für die "klare Trennung von Legacy und Neu" entschieden, so Pflug weiter.

Project Spartan vs. Internet Explorer
Project Spartan vs. Internet Explorer
Foto: Microsoft

Web-Entwickler könnten davon ausgehen, dass die neue Engine von "Project Spartan" interoperabel mit dem modernen Web sein und "evergreen" bleiben werde, sprich für die weitere Entwicklung seien keine "Document Modes" oder Kompatibilitätsansichten zu befürchten. Für große Firmen und Behörden mit veralteten und/oder für proprietäre IE-Technologien programmierten Webseiten und -Applikationen bleibt unter Windows 10 nur noch der Internet Explorer - ab Anfang 2016 sogar nur noch dessen jeweils neuestes Release, denn für ältere IE-Versionen will Microsoft dann keinen Support und keine Sicherheits-Updates mehr anbieten.

P.S: Spartan soll übrigens ausgerechnet das dauernd zu patchende Flash "out of the box" unterstützen, wie Pflug in den Kommentaren zum Blogpost antwortet; eine Web-Kooperation mit Adobe hat Microsoft gerade angekündigt.

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