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10.08.1990 - 

Windows 3.0 Grund für die Rekordgewinne

Microsoft schaffte den Einzug in Club der Einnahme-Milliardäre

MENLO PARK (IDG)- Microsoft ist es als erstem Anbieter von PC-Software gelungen, mehr als eine Milliarde Dollar einzunehmen. Im Geschäftsjahr 1990, das am 30. Juni abgeschlossen wurde, verzeichnete das Bill-Gates-Unternehmen eine Einnahmesteigerung von 47 Prozent.

Insgesamt konnte Microsoft 1,18 Milliarden Dollar einnehmen, was zu einem Nettogewinn von 279,2 Millionen Dollar führte, gegenüber 170,5 Millionen im Geschäftsjahr 1989. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Lotus und Wordperfect. Nach Angaben von Unternehmenssprechern ist die Auslieferung der DOS-Erweiterung Windows 3.0 der maßgebliche Grund für die geschäftlichen Erfolge des letzten Jahres. Allein in den USA habe man, so Microsoft-Senior-Vice-President Frank Gaudette, in den letzten sechs Wochen eine halbe Million Windows-3.0-Pakete verkauft. Nach einer Umfrage des Marktforschungs-Unternehmens IDC bei PC-Anwendern in US-Unternehmen aller Größenklassen planen rund 45 Prozent aller DV-Manager, die von Windows gehört haben, ihren Rechnerpark demnächst darauf umzurüsten. Bis Ende 1991 rechnet man damit, daß etwa 28 Prozent der größten US-Unternehmen ihre PCs unter Windows laufen lassen. Diesem Windows-Enthusiasmus könnten Hersteller von Programmen zum Opfer fallen, die nicht oder nur bedingt unter Windows 3.0 laufen. So überlegen laut IDC 28 Prozent der befragten DV-Manager, ob sie auch auf neue Textverarbeitungsprogramme und Kalkulationssoftware, die Windows vollständig unterstützen, umsteigen sollen. Am meisten davon betroffen dürfte letztlich der Klassiker unter den Spreadsheets, Lotus 1-2-3, sein. Die Wettbewerber von Microsoft haben das mittlerweile erkannt und beeilen sich, Windows-Versionen anzukündigen. So will Lotus bis Anfang 1991 eine 1-2-3-Version herausbringen, Wordperfect plant ein Windows-Release seiner Textverarbeitung noch vor dem Ende dieses Jahres.

Obwohl Microsoft Windows 3.0 mehr oder weniger als Interims-Produkt auf dem Weg zu OS/2 vermarktet, sehen die Pläne der Anwender ganz anders aus: 45 Prozent der von IDC befragten DV Manager sagten, bei ihnen würde Windows als langfristig einzusetzende Software eingeplant.

Als Gründe, warum sie sich für Windows entschieden haben, gaben viele US-Unternehmensvertreter unter anderem an, daß für den OS/2-Presentation-Manager einfach zu wenige Anwendungsprogramme auf dem Markt seien.