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29.10.1999 - 

Workflow-Strategie irritiert Analysten

Microsoft schließt erstes Quartal mit einem Rekordergebnis ab

SAN FRANZISKO (IDG) - Microsoft hat das erste Quartal des Geschäftsjahres mit einem Rekordergebnis abgeschlossen. Gleichzeitig überraschte der Konzern aus Redmond mit einem recht späten und relativ unklaren Einstieg in das Workflow-Business.

Mit einem Gewinn von 2,09 Milliarden Dollar oder 38 Cent pro Aktie übertraf Microsoft selbst die Prognosen von 27 Analysten der Wallstreet, die mit durchschnittlich nur 34 Cent pro Anteilschein gerechnet hatten. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum hatte die Gates-Company noch einen Profit von 1,52 Milliarden oder 28 Cent pro Aktie erwirtschaftet. Der Gesamtumsatz für das am 20. September dieses Jahres beendete Fiskalquartal belief sich auf 5,38 Milliarden Dollar, im Gegensatz zu 4,19 Milliarden im ersten Geschäftsquartal 1999. Das entspricht einer Steigerung von gut 28 Prozent.

Der Softwareriese führt das positive Ergebnis auf wachsende PC-Verkäufe zurück. In erster Linie hätten die Produkte "Office 2000", Windows NT Server und Backoffice-Applikationen zu dem Rekordumsatz geführt, erklärte Greg Maffei, Microsofts Chief Financial Officer (CFO).

Zeitgleich mit den Quartalsergebnissen hat Microsoft eine Strategie für den Einstieg in das Workflow-Geschäft bekanntgegeben. Mit "Access Workflow Designer for SQL Server" präsentiert die Gates-Company ein Werkzeug, das es Entwicklern ermöglichen soll, Workflow-Projekte auf Basis der hauseigenen Datenbank SQL Server zu erstellen. Gleichzeitig hat der Hersteller ein weiteres Workflow-Tool präsentiert, das auf "Exchange 2000" basiert.

Nach Ansicht von Richard Medina, Senior Analyst der Doculabs Inc. aus Chikago, führt das Workflow-Angebot Microsofts früher oder später zu Konfusionen bei der Kundschaft. Zwei Workflow-Komponenten bedeuten nach Ansicht des Marktforschers, daß es kein einheitliches Werkzeug für die Anforderungen der Anwender geben werde. Dies könne dazu führen, daß "eines der beiden Produkte über kurz oder lang eingestellt wird." Irritiert über die Doppelstrategie zeigte sich auch Nathaniel Palmer, Analyst bei The Delphi Group in Boston: Microsoft versuche zwanghaft, an "Domino Workflow 2.0" der IBM-Tochter Lotus verlorene Marktanteile zurückzugewinnen.