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24.09.1999 - 

Spezialist portiert Unix-Code auf NT

Microsoft schluckt Softway Systems

MÜNCHEN (CW) - Microsoft hat seinen bisherigen Partner Softway Systems, San Franzisko, gekauft. Dieser bietet Produkte für die Portierung von Unix- und Linux-Code auf NT und hatte bisher dem Softwareriesen aus Redmond geholfen, die Windows-Welt ein Stück offener zu machen.

Softway wurde 1995 gegründet und ging schnell eine enge Beziehung mit Microsoft ein. Dabei stand die Werkzeugsammlung "Interix", vormals "Open NT", im Mittelpunkt der Zusammenarbeit. Diese ermöglicht den Betrieb von Unix-Anwendungen unter NT-Servern und erlaubt den Zugriff via Windows-Clients, Windows Terminal Server, Telnet, X-Window und serielle Terminals. Ein natives Windows-32-Bit-API ist allerdings nicht vorhanden.

Der kleine kalifornische Hersteller hatte der Gates-Company dabei geholfen, in Unix-dominierten Anwendungsumgebungen wie etwa bei der US-Verwaltung und dem Militär erste NT-Installationen unterzubringen. Dabei kommt der Interix-Software insbesondere zugute, daß sie die Standards Posix 1 und Posix 2 (Portable Operating System Interface for Unix) des IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) unterstützt. Diese Spezifikationen definieren einen Satz von Betriebssystem-Diensten, mit denen Posix-konforme Programme sich leicht von einem System auf ein anderes portieren lassen.

Wie interessant Softway für Microsoft ist, belegt nun die Übernahme, über deren Inhalt und Preis jedoch nur wenig bekanntgegeben wurde. Der Schachzug soll aber offensichtlich Kritikern aus dem Unix- und Linux-Lager sowie potentiellen Kunden zeigen, daß NT keine Insel ist. Offiziell hieß es aus Redmond lediglich, daß Interix Teil der Tool-Palette "Microsoft Services for Unix" werden soll. Zugleich empfahl der Softwarehersteller aber Entwicklern, weiterhin nativen Code für NT zu schreiben.