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04.09.1992 - 

Mainframe-Anbindung über MS-DLC

Microsoft setzt LAN Manager ein Productivity-Bündel auf

MÜNCHEN (CW) - Microsoft hat mit dem "LAN Manager Productivity Pak" (siehe auch CW Nr. 34 vom 21. August 1992, Seite 4) eine kostenlose Erweiterung der LAN-Manager-Version 2.1 angekündigt. Die zwei wichtigsten Neuheiten: Funktionalität für Windows Networking sowie Connectivity zwischen dem LAN Manager und der IBM-Welt.

Nach Angaben von Microsoft ist das Productivity Pak als Upgrade voraussichtlich ab Oktober 1992 über den Netzfachhandel für alle registrierten LAN-Manager-2.1-Anwender erhältlich. Die Software beinhaltet dabei verschiedene zusätzliche Features für das Networking unter Windows: Zum Beispiel ein neues Terminate and Stay Resident Program, mit dem das Drucken direkt von DOS-, OS/2- und Windows-Stationen lokal oder über Remote-Verbindungen erfolgen kann.

OS/2 2.0 wird auf dem Server nicht unterstützt

Darüber hinaus sind laut Microsoft über einen Windows-3.1-Winnet-Treiber Verbindungen zu Netzwerken leichter herzustellen. Im Gegensatz zum bisherigen Connect- und Disconnect-Network Drive können jetzt über einen Menüpunkt folgende Funktionen ausgeführt werden: Mehrfacher Verbindungs- auf- und abbau, ohne den Befehl im Menü neu aufrufen zu müssen, individuelle Entscheidung, ob ein Share beim Start der Workstation automatisch wieder erzeugt werden soll sowie gleiche Funktionalität beim Druck-Manager.

Als weiteres Merkmal hat die Software-Company dem Produkt das Windows-Admin-Tool hinzugefügt, mit dem jeder LAN-Manager-Server sowohl ,von einem Windows-PC (lokal oder remote) als auch von jeder OS/2-Maschine aus verwaltet werden kann. Ebenso sind Benutzer der Fehlertoleranz-Verwaltung Windows FT in der Lage, ihre Server von Windows- oder OS/2-Rechnern aus zu kontrollieren.

Microsoft zufolge gewährleistet das Productivity Pak OS/2-2.0-Nutzern auch die Einbindung ihres PCs in LAN-Manager-Netze. Eine Unterstützung von OS/2 2.0 auf dem Server wird zunächst aber nicht erfolgen, weil die IBM-Software nach Ansicht von Thomas Wichert, Program Manager LAN, selbst noch in einer "quasi Beta-Test-Phase" ist und die nötige Stabilität vermissen lasse.

Die LAN-Manager-2.1-Erweiterung wird auch den 802.2-DLC-Protocol-Stack und entsprechende APIs von IBM unterstützen. Zusätzlich zu TCP/IP und Netbeui ist für den Anwender MS-DLC als Option im LAN-Manager-2.1-Setup-Programm auswählbar. DLC ist innerhalb der SNA-Umgebung die meist verbreitetste Protokolloption, damit Applikationen für 3270-Terminalemulationen mit IBM-Mainframes und Terminal Controllern kommunizieren können.

Trotz dieser Features wird Microsoft den Comm-Server weiterentwickeln, weil laut Wichert viele Kunden eine Verbindung zum Host nur über den Server herstellen wollen. Dabei schließt er nicht aus, daß der Comm-Server schon bald in SNA-Server umbenannt wird. Neben den genannten Merkmalen enthält das Pak noch die Funktion Bug Fixing sowie eine Router-Funktionalität für WAN-Umgebungen. Mit dem Einsatz des Microsoft-Routers sind laut Wichert unter Verwendung von TCP/IP jetzt Domains über Router hinweg erweiterbar.