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03.08.2006

Microsoft startet mit High-Performance-Windows

Der "Windows Compute Cluster Server" soll Linux-Workloads ablösen.
Der Computer Cluster Server umfasst einen Head-Knoten und mindestens einen Compute-Knoten.
Der Computer Cluster Server umfasst einen Head-Knoten und mindestens einen Compute-Knoten.

Das von Microsoft Research im Jahr 2000 gestartete Projekt für High-Performance-Computing hat nun zu einem ersten Produkt geführt. Mit dem Windows Compute Cluster Server wollen die Redmonder den Bereich rechenintensiver Workloads abdecken und dort die auf Intel-Servern üblicherweise verwendete Linux-Plattform verdrängen. "Für dieses Segment hatten wir bislang keine abgestimmte Windows-Variante", gibt Microsofts Senior Vice President Bob Muglia zu.

Doch der nun freigegebene Compute Cluster Server bringe in den nächsten Jahren sehr viel Dynamik in diesen Markt. Argumente, die für den neuen Windows-Server sprechen, liegen dem Manager zufolge auf der Hand: Er füge sich besser in die gesamte IT-Landschaft eines Unternehmens und lasse sich leichter installieren oder verwalten.

Finanzwesen im Visier

Als Zielgruppe sieht Microsoft Arbeitsgruppen oder Abteilungen, die mit sehr rechenintensiven Programmen arbeiten. Beispiele dafür gebe es aus der Finanz- und Versicherungsbranche beziehungsweise unter den Anwendungen der Bereiche Business Intelligence und Data Mining. Die Software soll knapp 500 Dollar pro Server oder Cluster-Knoten kosten und nur im Rahmen des Volume Licensing Program via OEM-Partner zur Verfügung stehen.

Technisch kombiniert Microsoft seinen neuen Windows-Server mit dem Message Passing Interface (MPI) sowie einem Job Scheduler von Platform Computing. Das ausschließlich in einer 64-Bit-Variante vorliegende Betriebssystem muss mindestens auf zwei Servern installiert sein, wobei der erste als "Head"- Knoten konfiguriert ist und je- der weitere sich als "Compute"-Knoten mit diesem verbindet. Zur Bedienung des Systems nimmt Microsoft mehrere Anpassungen in seinem Portfolio vor. Geplant ist zum Beispiel eine Verknüpfung mit den in Office 2007 kommenden "Excel Services". Außerdem steht noch ein Client-seitig installiertes Programm zur Anlage von Jobs aus. Ohnehin sieht Microsoft sein kommendes Desktop-Betriebssystem "Windows Vista" auch als Workstation zur Arbeit mit dem Compute Cluster Server. Bezüglich der Entwicklungsumgebung "Visual Studio 2005" gibt es spezielle Erweiterungen wie den Parallel Debugger zum Aufbau von Cluster-Applikationen.

Admin-Portfolio angepasst

Die meisten Anpassungen kommen jedoch im Bereich System-Management. Betroffen hier sind die Zugangskontroll- und Benutzerverwaltungs-Funktionen des Active Directory, die Microsoft Management Console, die Remote Installation Services, der Systems Management Server sowie die Performance- und Monitoring-Features des Microsoft Operations Manager. Bezüglich der Applikationen sollen bereits 35 Hersteller zugesagt haben, bis Jahresende abgestimmte Produkte zu liefern. (ue)