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05.07.2002 - 

Enterprise-Portal inklusive

Microsoft startet .NET mit CRM

MÜNCHEN (CW) - Bis zum Jahresende will Microsoft erste .NET-Applikationen auf den Markt bringen. Den Auftakt macht das Modul für Customer-Relationship-Management (CRM) der übernommenen "Great Plains Business Solutions".

Die Pläne Microsofts sehen vor, dass bis 2005 ein komplettes Set an .NET-Anwendungen zur Verfügung steht. Dabei handelt es sich um lose gekoppelte Softwarekomponenten, die je nach Prozessanforderung flexibel über das Internet miteinander kommunizieren können. Um dieses Konzept in eigener Regie umzusetzen, war Microsoft gezwungen, nicht nur als Plattform-, sondern auch als Anbieter betriebswirtschaftlicher Applikationen aufzutreten, was letztlich zur Übernahme der ERP-Hersteller Great Plains und Navision führte. Nun steht den Redmondern aufwändige Entwicklungsarbeit ins Haus. Um die gekaufte Software in .NET-Anwendungen zu migrieren, reicht es nicht, ein XML-basierendes Messaging einzuführen und Web-Services-Standards zu unterstützen. Notwendig ist ein Redesign der Produktarchitektur, indem eine integrierte Lösung in kleine wiederverwendbare und als Service bereitstellbare Komponenten zerlegt wird.

Mit dem CRM-Modul aus der Great-Plains-Suite scheint dies bis Jahresende gelungen zu sein. Wie der Online-Dienst "Computerwire" berichtet, wird zunächst eine US-Version zur Verfügung stehen, der weltweite Vertrieb soll im ersten Quartal 2003 starten. Als strategisch wichtiges Element der Produkteinführung gilt das "Business Desk Portal". Aufgabe des .NET-fähigen Viewer für Unternehmensinformationen ist es, die Benutzer-Schnittstelle alter und neuer Applikationen unter einer Oberfläche zusammzufassen, um dem Endanwender so den allmählichen Umstieg auf eine .NET-Architektur zu erleichtern. Doch die Bezeichnung Desk Portal sollte nicht darüber hinweg täuschen, dass Microsoft mit diesem unternehmensweiten Frontend einer weiteren Branche den Kampf ansagt. Hatte man mit der Great-Plains- und Navision-Akquisition bereits das ERP-Lager brüskiert, sind es künftig auch die Hersteller von Enterprise-Portalen (Bea, IBM oder Plumtree), die mit ihren Angeboten zumindest im Mittelstand auf Microsoft-Vertreter treffen werden. (ue)

Gartner warnt Anwender vor versteckten Kosten

Gemäß einer Gartner-Berechnung, könnte der zusätzliche Aufwand, alte Windows-Programme auf .NET zu portieren, zwischen 40 und 60 Prozent der Kosten betragen, die Unternehmen ursprünglich für die Entwicklung dieser Applikationen ausgegeben haben. Sogar für Konzerne, die sich mit der Programmierung von Windows-Applikationen sehr gut auskennen, dürften die Kosten durch die Migration auf .NET erheblich sein. Normalerweise sei es zwar nicht so teuer, auf ein neues Software-Release zu wechseln, erklärte Gartner-Analyst Mark Driver. Aber .NET sei eben auch nicht einfach nur eine neue Windows-Version. Driver sagte jedoch auch, auf lange Sicht würden sich der Umstieg auf .NET und die Entwicklung von neuen Programmen lohnen. Dadurch werde langfristig die Produktivität angehoben. Außerdem lasse sich die Kreativität in Unternehmen steigern. Allerdings sollte man den langen Atem haben, die Kosten für die Migration auf die .NET-Umgebung über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren zu sehen. Dann sei beim Wechsel auf die .NET-Plattform im Vergleich zur Bewahrung der alten Technologieinfrastruktur sogar ein Kostenvorteil von bis zu 20 Prozent zu erzielen. (jm)