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24.10.2014 - 

Cloud und Konsumentensparte

Microsoft steigert Umsatz um ein Viertel

Microsoft macht Fortschritte dabei, seine Geschäftsbasis breiter aufzustellen. Das Cloud-Angebot und die Konsumentensparte legen kräftig zu. Durch die Kosten des massiven Stellenabbaus bleibt aber weniger Gewinn übrig.

Der US-Softwareriese Microsoft kommt bei seiner Erneuerung voran. Im vergangenen Quartal sprang der Umsatz im Jahresvergleich um ein Viertel auf 23,2 Milliarden Dollar (18,3 Milliarden Euro). Die Grundlage dafür lieferte die Geschäfte mit Cloud-Diensten, der Spielekonsole Xbox und Mobiltelefonen. Microsoft will unabhängiger von seinen Geldmaschinen Windows und Office werden.

Der neue Kurs von CEO Satya Nadella trägt offenbar erste Früchte.
Der neue Kurs von CEO Satya Nadella trägt offenbar erste Früchte.
Foto: Microsoft

Die dazugekaufte europäische Traditionsmarke Nokia will Microsoft künftig nur noch für günstige Handys einsetzen. Die Smartphones mit Windows Phone sollen unter dem Namen "Microsoft Lumia" vermarktet werden, hieß es am Freitag in einem Blogeintrag.

Der Gewinn sank unterdessen in dem Ende September abgeschlossenen ersten Quartal von 5,2 auf 4,5 Milliarden Dollar, wie der Konzern nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitteilte. Microsoft hatte im Juli den Abbau von 18.000 Jobs angekündigt. Die Abfindungen lasteten nun mit 1,1 Milliarden Dollar auf der Bilanz. Besonders schwer sind von den Stellenstreichungen ehemalige Nokia-Bereiche betroffen.

Analysten hatten einen stärkeren Rückgang des Profits und weniger Umsatz erwartet. Die Aktie stieg nachbörslich um gut drei Prozent.

"Wir haben einen starken Start ins Geschäftsjahr geliefert", sagte Finanzchefin Amy Hood. Microsoft werde weiter in Geschäftsfelder mit Wachstumschancen investieren.

Der Konzern befindet sich im Wandel. Vorstandschef Satya Nadella, der im Februar die Nachfolge von Microsoft-Urgestein Steve Ballmer angetreten hatte, gab die Devise "Mobile first, Cloud first" aus. Die Zukunft der Firma soll weniger vom klassischen Softwaregeschäft abhängen.

Vor allem beim Cloud-Computing, bei dem Anwendungen wie das Backend von Office 365 in großen Rechenzentren ablaufen, wo auch die Daten zentral gespeichert werden, kann Microsoft Erfolge verbuchen. Das Geschäftsvolumen verdoppelte sich wie bereits im Vorquartal.

Bei den Lumia-Smartphones tilgt Microsoft das 'Nokia' aus dem Namen.
Bei den Lumia-Smartphones tilgt Microsoft das 'Nokia' aus dem Namen.
Foto: Nokia

Auch die Verkaufszahlen der Spielekonsole Xbox zogen an. Es wurden 2,4 Millionen Geräte abgesetzt. Die Lumia-Smartphones kamen auf 9,3 Millionen Telefone. Bei den Surface-Tablets erreichte der Umsatz 908 Millionen Euro. Insgesamt verzeichnete die Konsumentensparte, zu der auch das von Nokia übernommene Smartphone-Geschäft und die Surface-Tablets zählen, ein Umsatzplus von fast 50 Prozent.

"Wir treiben die Innovation schneller voran, engagieren uns über die gesamte Industrie hinweg und stellen den Verbraucher ins Zentrum von allem, was wir tun", versprach Nadella. Microsoft hilft auch, dass es dem PC-Markt in diesem Jahr wieder etwas besser geht. 2013 hatte es noch einen Absatzeinbruch von rund zehn Prozent gegeben, jetzt verzeichnen die Marktforscher nur noch ein kleines Minus. Unter anderem hatte Microsoft die Unterstützung seines alten Betriebssystems Windows XP eingestellt. Das sorgte in vielen Unternehmen für Austauschkäufe.

Nokia war lange Zeit ein europäisches Paradeunternehmen und der unangefochtene Marktführer im Handy-Geschäft. Nach dem Start von Apples iPhone und des Google-Betriebssystems Android verpassten die Finnen jedoch den Anschluss im Smartphone-Geschäft. Microsoft hatte Nokias Handy-Geschäft im vergangenen Frühjahr in einem insgesamt gut fünf Milliarden Euro schweren Deal übernommen. (dpa/tc)

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