Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

26.10.2001 - 

Beteiligungsverluste trüben das erste Quartal

Microsoft stellt sich auf PC-Flaute ein

MÜNCHEN (CW/IDG) - Mit einem stabilen Ergebnis konnte Microsoft das erste Quartal abschließen. Umsatz und operativer Gewinn lagen im Plan, allerdings schlugen erneut Verluste aus Beteiligungen deutlich zu Buche. Für das laufende Jahr korrigierte der Softwaregigant aufgrund des schwachen PC-Marktes seine Erwartungen leicht nach unten.

Für die am 30. September beendete erste Berichtsperiode des Geschäftsjahres 2001/02 weist Microsoft einen Nettogewinn von 1,28 Milliarden Dollar oder 23 Cent je Aktie aus. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte der Profit nach Steuern noch 2,21 Milliarden Dollar beziehungsweise 46 Cent pro Anteilschein betragen. Ohne Wertberichtigungen in Höhe von 1,24 Milliarden Dollar, die primär aus Abschreibungen auf Beteiligungen an TK- und Kabel-Firmen resultieren, erzielte die Gates-Company ein operatives Ergebnis von 2,9 Milliarden Dollar oder 43 Cent je Aktie, was über den Erwartungen der Analysten (39 Cent) lag. Beim Umsatz gelang Microsoft indes, gemessen an den Prognosen, mit 6,13 (Vorjahr: 5,77) Milliarden Dollar nahezu eine Punktlandung.

Ein genauerer Blick auf die Zahlen offenbart jedoch, dass Microsoft die schwache Nachfrage nach PCs in seinem Kerngeschäft nachhaltig zu spüren bekam. So kletterten die Einnahmen mit Desktop-Applikationen im Vorjahresvergleich nur um zwei Prozent auf 2,19 Milliarden Dollar, gleichzeitig verzeichnete man gegenüber dem vierten Quartal (2,51 Milliarden Dollar) einen Einbruch. Ähnlich verhält es sich bei Desktop-Betriebssystemen, wo zwar die Umsätze mit Blick auf das erste Quartal des Vorjahres um sieben Prozent auf 2,02 Milliarden Dollar gesteigert werden konnten, im Vergleich zum vierten Quartal (2,04 Milliarden Dollar) jedoch leicht rückläufig waren. Stabiler Umsatzgarant der Gates-Company war einmal mehr der Bereich Enterprise Software, der im Vorjahresvergleich um 15 Prozent auf 1,19 Milliarden Dollar zulegen konnte. Einzelne Lösungen wie die Datenbank "SQL Server", der Windows-2000-Server oder die "Exchange"-Plattform verzeichneten Wachstumsraten von knapp 50 Prozent. Aber auch hier gilt: Das insgesamt ungünstige Marktklima führte gegenüber dem vierten Quartal (1,29 Milliarden Dollar) zu einem Umsatzrückgang.

Für das laufende Jahr zeigen sich die Microsoft-Verantwortlichen daher eher skeptisch. "Die Periode beispielloser globaler Unsicherheit könnte die Wirtschaft und unser Geschäft beeinflussen", erging sich Chief Financial Officer (CFO) John Connors in düsteren Vorahnungen. Er wollte sich jetzt nur noch auf einen Umsatz zwischen 28,4 und 29,1 Milliarden Dollar statt den ursprünglich prognostizierten 29,5 Milliarden Dollar festlegen und reduzierte auch die Gewinnerwartung von 1,95 auf 1,66 Dollar je Aktie. Vor allem der schwache PC-Markt, der auf absehbare Zeit nicht einmal einstellige Wachstumsraten vorweisen dürfte, sei für die nun verhalteneren Prognosen ausschlaggebend gewesen, erklärte Connors weiter.