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07.08.1998 - 

Gegenklage gegen US-Bundesstaaten erhoben

Microsoft streitet in schriftlichem Statement Monopolvorwürfe ab

Zum ersten Mal verteidigt sich Microsoft formaljuristisch gegen die Beschuldigungen des US-Justizministeriums und der 20 Bundesstaaten. Doch damit nicht genug: Die Gates-Company geht in die Offensive und reicht ihrerseits Klage gegen die Bundesstaaten ein. Die Kläger, so die Microsoft-Juristen, verweigerten dem Hersteller durch die Verfassung garantierte Rechte. Microsofts Argumentation baut darauf auf, daß Windows 95 und 98 durch das amerikanische Urheberrecht geschützt seien. Dagegen verstoße die Forderung, die Browser-Software "Internet Explorer" vom Betriebssystem zu trennen.

Das US-amerikanische Justizministerium und die Bundesstaaten wollen derweil Bill Gates für zwei Tage zur Anhörung vor Gericht vorladen. Dagegen sträubt sich Microsoft. Dies sei eine ebenso unzumutbare Belastung für das Unternehmen wie die Forderung, daß sich 15 Topmanager von Microsoft knapp 60 Tage vor dem Beginn der Hauptverhandlung am 8. September für Aussagen bereithalten müßten. Das Unternehmen will seinen Chef Gates am 12. August nur für acht Stunden aussagen lassen und nur sieben seiner Topmanager für Befragungen freistellen.

Nach wie vor weigert sich Microsoft, den Sourcecode von Windows 95 und 98 zur Verfügung zu stellen. Eine Sprecherin bezeichnete die Daten als "eines der wertvollsten geistigen Eigentümer" von Microsoft. Man gebe die Informationen nicht heraus, da ihr Schutz nicht gewährleistet sei. Obwohl die Kläger versucht haben, mit Microsoft zu einer Einigung über die Geheimhaltung des Codes zu kommen, will das Unternehmen die Dokumente unter Verschluß halten.

Eine Wendung gibt es unterdessen in der Kontroverse zwischen Real Networks und Microsoft. Die Company unter CEO Rob Glaser hatte unlängst behauptet, der "Media Player" von Windows zerstöre beim Installieren absichtlich ihre Abspielsoftware "G2". Inzwischen hat sich die Gegenthese von Microsoft-Technikern als richtig herausgestellt, das Problem entstehe durch einen Fehler in G2. Laut Jonathan Zuck, CEO der Association for Competitive Technology, "hat Real Networks versucht, die Senatsanhörungen auf Kosten der Wahrheit für seine eigenen Wettbewerbsvorteile zu mißbrauchen".