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23.07.2004 - 

Apples Erfolge rufen die Konkurrenz auf den Plan

Microsoft sucht das Geschäft mit der Unterhaltung

MÜNCHEN (CW) - Angestachelt vom Erfolg des Erzrivalen Apple, will nun auch Microsoft sein Unterhaltungsgeschäft forcieren. Neue Geräte und ein verbessertes Rechte-Management sollen Microsoft im digitalen Musikhandel an die Spitze führen.

Während Apple mit seinem Dienst "iTunes" Musik via Internet verkauft, setzen die Microsoft-Verantwortlichen auf gebührenpflichtige Abonnements, für die Anwender einen monatlichen Betrag zahlen müssen. Bislang konnten andere Versuche, Abonnementdienste im Online-Musikvertrieb zu etablieren, allerdings nur bescheidene Erfolge verbuchen. Anwender bemängelten vor allem die eingeschränkten Nutzungsmöglichkeiten. So lassen sich die aus dem Netz geladenen Songs in aller Regel nur auf dem heimischen PC anhören. Das Übertragen der Titel auf andere Geräte ist nicht möglich.

Janus soll Rechte verwalten

Das soll sich den Plänen von Microsoft zufolge bald ändern. Der Softwarekonzern arbeitet unter dem Codenamen "Janus" an einem neuen Digital-Rights-Management- (DRM-)System. Damit sollen die Nutzer wie bisher gegen eine monatliche Gebühr so viele Musikstücke aus dem Netz herunterladen können, wie sie wollen. Gegen eine Zusatzgebühr soll es jedoch auch möglich sein, die Songs beispielsweise auf ein mobiles Endgerät zu übertragen. Um das Musikmaterial dort abspielfähig zu halten, müssen die Nutzer ihren Player in regelmäßigen Abständen via Internet mit den entsprechenden Rechten autorisieren, indem sie ihre Teilnahme am kostenpflichtigen Musikabonnement nachweisen.

Vertreter von Musikbörsen wie Loudeye, Musicnet oder Musicmatch haben bereits Interesse an der neuen Microsoft-Technik bekundet. Damit lasse sich die Nutzerakzeptanz verbessern, glaubt Roxio-Chef Chris Gorog, der Ende 2002 die Reste des Tauschbörsenpioniers Napster übernommen hatte. Experten zufolge wird jedoch viel davon abhängen, wie unkompliziert die neue Technik zu bedienen sein wird.

Zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft will Microsoft eine Reihe neuer, von Partnern entwickelter mobiler Audio- und Videogeräte vorstellen. Als Gegenstück zu Apples iTunes-Angebot soll außerdem unter dem Internet-Auftritt von MSN ein passendes Musikangebot präsentiert werden. Um die verschiedenen Aktivitäten zu koordinieren, hat Microsoft mit der Media/Entertainment & Technology Convergence Group eine eigene Geschäftseinheit gegründet. Neben der technischen Entwicklung und dem Rechte-Management soll sich die neue Sparte unter der Leitung des ehemaligen Universal-Managers Blair Westlake auch um die Beziehungen zur Musikindustrie kümmern. (ba)