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12.01.1990 - 

Nach der Rücktrittsankündigung zum 30. Juni

Microsoft sucht Nachfolger für Gates-Intimus Jon Shirley

REDMOND (IDG) - Die Microsoft Corp. muß sich nach einem neuen Präsidenten umsehen: Überraschend hat der bisherige Amtsinhaber Jon Shirley Ende letzten Jahres seinen Rücktritt zum 30. Juni 1990 angekündigt. Die Branche reagiert vergleichsweise gelassen.

Der 51jährige Manager begründete seinen Rücktritt mit persönlichen Interessen; nach seinen Worten ist Microsoft mit der Auswahl eines Nachfolgers schon "recht weit". Einer Unternehmenssprecherin zufolge stehen, neben nicht benannten Firmenfremden, vier Vice-Presidents von Microsoft auf der Kandidatenliste für die Shirley-Nachfolge: Jeremy Butler, verantwortlich für das internationale Geschäft und den OEM-Bereich, konkurriert mit Steven Ballmer (Systems Software), Mike Maples (Applications Division), und Scott Oki (Sales and Marketing). Microsoft-Offizielle halten eine Entscheidung bis April für möglich.

Die Microsoft-Aktie sackte als Reaktion auf die Rücktrittsankündigung Shirleys kurzfristig um 2,50 Dollar ab, um bald darauf mit 89 Dollar einen neuen absoluten Höchststand zu erreichen. Überhaupt sehen US-Analysten, so die IDG-Publikation

Infoworld, keinen Anlaß zur Beunruhigung, da Microsoft im Gegensatz zu anderen Unternehmen über ein sehr stabiles Management verfüge. Außerdem seien sechs Monate Zeit genug, einen geeigneten Nachfolger zu finden. Chairman Bill Gates wäre viel schwieriger zu ersetzen, glauben die Beobachter.

Zwar unterscheiden sich die Tips der Analysten, wer Shirleys Nachfolger werden könnte, über seine notwendigen Voraussetzungen sind sie sich jedoch einig: Er müsse den Firmengründer Bill Gates genausogut ergänzen wie Shirley und solle in der Lage sein, die zweite Geige hinter Gates zu spielen.

Seit 1983 leitete Shirley das Tagesgeschäft des Softwarehauses, das in dieser Zeit zum Weltmarktführer wurde: Für das Geschäftsjahr 1990 (30. Juni) erwarten Analysten einen Umsatz von über einer Milliarde Dollar. Das erste Quartal schloß mit knapp 50 Millionen Dollar Gewinn bei einem Umsatz von 235 Millionen ab.

Shirley war zuvor innerhalb von 25 Jahren bei der texanischen Tandy zum Vice-President of Computer Merchandising aufgestiegen. Er wird dem Board of Directors von Microsoft weiterhin angehören und kündigte an, als strategischer Berater auch künftig zur Verfügung zu stehen.